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Zimmerpflanzen im Winter
Raumtemperaturen im Winter
Gießen, Luftfeuchtigkeit & Hydrokultur
Nährstoffe im Winter
Kühler Standort
Hilfe für Tropische Zimmerpflanzen
Schädlinge an den Zimmerpflanzen
Zimmerpflanzen und Raumklima
Pflanzen, die nur wenig Licht benötigen
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Letzte Änderung: 15.12.2008

Alle Angaben ohne Gewähr!

 

Zimmerpflanzen im Winter

 

Raumtemperaturen im Winter

Die Temperaturansprüche unserer Zimmerpflanzen sind sehr unterschiedlich. Man kann sie grob in mehrere Gruppen einteilen:
  • Unter 10° C: Dattelpalme, Echeverien [Echeveria], Efeu, Flaschenbaum, Kamelien [Camellia], Myrte, Oleander und Zimmertanne.
  • 13 bis 17° C: Alpenveilchen, Azaleen und Dieffenbachie.
  • Um 20° C: Anthurien, Banane, Caladie, Kolbenfaden, Korbmarante, Kroton, Pfeilwurz und Philodendron.
Bei den meisten Pflanzen ist eine um einige Grad höhere Temperatur besser als eine zu niedrige. Die Pflanzen sind dann aber anfälliger gegen Krankheiten und Schädlinge.
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Gießen, Luftfeuchtigkeit & Hydrokultur


Die im Durchschnitt zu 80 Prozent mit Feuchtigkeit gesättigte Winter-Luft wird durch die Zentralheizkörper immer wieder erwärmt und kann das damit steigende Aufnahmevermögen für Wasserdampf nicht sättigen. So fällt die relative Luftfeuchtigkeit in zentral beheizten Räumen
  • bei 16° auf weniger als 70 %,
  • bei 20° auf weniger als 40 %,
  • bei 25° auf weniger als 25 %.

  • Während 70 Prozent relative Feuchte sehr vielen Pflanzen zusagt, sind 40 Prozent für tropische Gewächse auch bei günstiger Temperatur zu wenig. Alpenveilchen, Gloxinie, Begonie, Hortensie, Efeu, Russischer Wein, Farne, Columnea und Schönmalven können unter diesem Wüstenklima nicht mehr richtig gedeihen.
    Für einige Arten bietet sich die Umstellung auf Hydrokultur an. Die dadurch optimale Wasserversorgung ermöglicht einer ganzen Reihe von Pflanzen wie Dieffenbachie, Anthurie, Philodendron und Dracaene ein gutes Gedeihen in einem Zimmerklima, das eigentlich mit den klimatischen Verhältnissen der Sahara verglichen werden müsste. Besonders für Hydrokultur geeignet sind auch Scindapsus, Syngonium und Monstera. Jede zusätzliche, Wasser verdunstende Blattpflanze und das dazugehörige Hydrogefäß bereiten für sich selbst und für weitere Pflanzen ein geeigneteres Klima.
    Manche Pflanzen vertragen durchaus auch Trockenheit, obwohl das nach ihrer Herkunft gar nicht anzunehmen ist. Dazu zählen Syngonium, Scindapsus, Monstera, viele Bromelien, Ritterstern, Valloten, Jacobslilie, Wachsblume, Palmlilie und viele Philodendren. Große Pflanzkübel, Hydrogefäße und ein eine hohe Pflanzendichte erhöht die Feuchtigkeit in der Luft.
    Verringertes Wachstum und trockene Zimmerluft verlangen außerdem die Gießgewohnheiten im Winter umzustellen. Die sicherste Methode um die Bodenfeuchtigkeit zu prüfen, ist die Fingerprobe. Gegossen wird sparsam und natürlich mit abgestandenem Wasser, welches sich auf Zimmertemperatur erwärmt hat. Man kann auch warmes Wasser dem kalten Leitungswasser beifügen. So bekommen die Wurzeln keinen Kälteschock. Die Pflanzen dürfen nicht austrocknen, aber auch nicht im Wasser stehen.
    Besonders die Arten unserer Zimmerpflanzen, die aus den tropischen und subtropischen Gegenden stammen, [Stephanotis] Kranzschlinge, [Anthurie] Flamingoblume, Hibiskus, Philodendron und Orchideen, möchten besprüht werden. Dazu verwendet man ebenfalls temperiertes Wasser. Ich verwende dazu destilliertes Wasser, weil dies meist keine Spuren auf den Blättern und Fensterscheiben hinterlässt. Der fein verteilte Sprühnebel lässt die Luftfeuchtigkeit, leider nur vorübergehend, auf ein bekömmliches maß ansteigen.
    Im Gegensatz zu den oben genannten Pflanzen gibt es auch trockene Luft liebende Arten. Das sind in erster Linie Kakteen, Euphorbien, [Kalanchoe beharensis] graublättrige Kalanchoe, [Pachypodium] Madagaskarpalme. Diese Pflanzen können gut und gerne auf den Sprühnebel verzichten.

    Nährstoffe im Winter

    Durch das verringerte Wachstum benötigen die Pflanzen auch weniger Nährstoffe. Deshalb gibt man nur noch höchstens die Hälfte der sonstigen Düngergaben in das Gießwasser. Andernfalls reichert sich die Erde mit den Salzen an und es kommt zu einer Übersalzung. Das bedeutet, dass der Salzkonzentration im Boden höher ist, als in den Pflanzenzellen. Das Salz im Boden würde den Pflanzen das Wasser entziehen. Die Pflanzen verdursten trotz regelmäßigen Gießens. Hier sollte man bei ersten Anzeichen der Überdüngung versuchen die Salze aus dem Substrat mit lauwarmen Wasser auszuspülen, besser ist es umzutopfen. Es darf aber auf keinen Fall über längere Zeit zu stauender Nässe kommen.

    Kühler Standort

    Besonders einfach verglaste Fenster haben den Nachteil, dass sie zwar viel Licht durchlassen, aber eine hohe Kälteabstrahlung haben. Noch schlimmer wird es, wenn die Blüten und Blätter direkten Kontakt mit dem Glas haben. In diesen Fällen bindet man die Pflanzen auf, oder klebt eine Folie auf den Fensterrahmen.

    Hilfe für Tropische Zimmerpflanzen

    Trockene Heizungsluft und Lichtmangel sind die Hauptfeinde unserer tropischen Zimmerpflanzen. Dass die Blattspitzen braun und gelb werden ist zu verschmerzen. Manche Pflanzen verlieren aber ein Blatt nach dem anderen. Wer jetzt denkt ordentlich gießen und düngen zu müssen, der liegt falsch.
    Als erste Maßnahme empfehle ich die Bodenfeuchtigkeit zu prüfen, indem man den Zeigefinger in die Erde steckt. Stellt man fest, dass der Boden trocken ist und die Blätter schlaff sind, wird in mehreren Gaben, jeweils eine keine Mengen Wasser gegeben. Ist aber die Erde stark feucht, wird das Gießen eingestellt bis die Erde abgetrocknet ist, denn durch die nasse Erde bekommen die Wurzel keine Luft und das Substrat kann sich schlecht erwärmen.

    Da unsere Zimmertropen im Winter nur wenig Licht bekommen werden gerade die Fenster abgewandten Seiten der Pflanzen stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Blätter werden gelb, die Äste sterben ab. Hier empfehle ich ein regelmäßiges leichtes Drehen der Pflanze. Der Neuaustrieb wird bevorzugt belichtet.
    Eine weitere Ursache für Lichtmangel ist Staub. Durch die Heizung wird er ständig aufgewirbelt und setzt sich auf unseren Pflanzen ab. Zum Duschen empfehle ich die Erde mit einer Plastikfolie, am Stamm befestigt, abzudecken. Man kann auch mit einem feuchten Tuch die Blätter abwischen.
    In den Wintermonaten wird nur sehr, sehr sparsam gedüngt. Die Pflanzen verdunsten zwar Wasser, wachsen aber wenig. So reichert sich die Erde beim Düngen mit Salzen an.
    Durch häufiges starkes Gießen kann man nicht die Luftfeuchtigkeit erhöhen. Besser ist es die Pflanzen öfters mit kalkarmen Wasser zu besprühen, Verdunster an den Heizkörpern zu befestigen, Luftbefeuchter zu verwenden und Gefäße mit Wasser auf die Fensterbank zu stellen. Das hilft nicht nur den Pflanzen.

    Schädlinge an den Zimmerpflanzen

    Pflanzenschädlinge vermehren sich im diametralem Gegensatz zur Stärke der Pflanze. Richtiges Düngen, Wässern und die richtige Temperatur sind die besten Voraussetzungen um Läuse, Thripse und Weiße Fliegen fern zu halten.
    Die trockene Zimmerluft im Winter fördert die Verbreitung der Roten Spinne. Die winzige Milbenart saugt sich an die Blätter und webt feine Gespinste um sie. Höhere Luftfeuchtigkeit verhindert die Ausbreitung.

    Treten die Schädlinge trotzdem auf, werden sie mit dem Finger oder einer alten Zahnbürste abgestreift. Die Schadbilder sind silbrige Flecken auf den Blättern oder kleine Gespinste auf den Blattunterseiten. Man kann auch die Pflanze abduschen (Substrat abdecken). Anschließend wird die Pflanze, so nass wie sie ist, für einen Tag vollständig mit Folie bedeckt. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit stirbt ein Großteil der Schädlinge ab.
    Ein weiterer Schädling ist die, wie ein brauner Stecknagelkopf aussehende Schildlaus. Auch sie liebt trockene Zimmerluft. Zur Bekämpfung nimmt man allerdings Mineralölpräparate aus dem Fachhandel.
    Bei vielen Pflanzen mit hohem Befall lohnt sich der Einsatz von Larven der Florfliege. Die müssen beim Gärtner bestellt werden. Es ist auch der Einsatz von umweltschonenden Pflanzenschutzmitteln denkbar. Das sind in erster Linie Präparate auf Rapsölbasis oder aus dem Öl des Niembaums.

    Zimmerpflanzen und Raumklima

    Trockene Luft in unseren zentral beheizten Räumen verbunden mit den Ausdunstungen aus Möbeln und Teppichen ist ein permanentes Gesundheitsrisiko.
    Zimmerpflanzen helfen uns über ihre Blätter die Luft zu verbessern. Je größer die Anzahl der Blätter um so größer die Blattoberfläche um so mehr Wasser kann verdunsten.
    Die Blätter haben aber auch die Aufgabe den Staub aufzufangen. Um die Photosynthese nicht zu stören spülen wir die Pflanzen ab und zu mit handwarmen Wasser ab. Viele Pflanzen im Zimmer ersetzen allerdings nicht das tägliche Lüften.
    Mit Grünlilie, Drachenbaum, Efeu und Einblatt sollen positive Erfolge als Raumfilter erzielt wurden sein. Dies sind alles robuste Pflanzen.

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