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Warum umtopfen?
Wann umtopfen?
Die Vorbereitung
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Die Pflanzen teilen
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Letzte Änderung: 15.07.2008

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Orchideen - Umtopfen


Warum umtopfen?

Das Pflanzsubstrat für unsere Zimmerorchideen besteht nicht aus normaler Erde, sondern zum großen Teil aus grobem, leicht verrottetem Holz. Dieses sehr luftdurchlässige Material ist im Fachhandel erhältlich. Weil das Substrat mit der Zeit verrottet und damit das Wurzelumfeld verdichtet und außerdem die Salzkonzentration durch das Gießwasser ansteigt, müsse Orchideen alle 2 bis 3 Jahre umgetopft werden. Auf diese Ruhestörung reagiert die Pflanze meist mit einem kurzen Wachstumsstopp. Ein weiterer wichtiger Grund zum Umtopfen ist ein schmieriger oder algiger Belag auf dem Substrat, oder solches in dem sich viele Schädlinge befinden und die Wurzel fault.

Wann umtopfen?
Die meisten Triebe und Blätter treiben Orchideen im Frühjahr. Deshalb ist dies oft die günstigste Zeit zum Umtopfen. Wichtig ist, dass sich nach dem Umtopfen sehr schnell neue Wurzeln bilden. Das geschieht besonders sicher, wenn der Neutrieb etwa ein Drittel seiner endgültigen Größe erreicht hat. Es wird also erst umgetopft, wenn die Pflanzen schon gut ausgetrieben haben. Einige Orchideen treiben im frühen Herbst. Für diese ist dann der richtige Zeitpunkt zum Umgehtopfen. Damit sollte dann aber nicht zu lange gewartet werden. Der Lichtmangel im Oktober bis Januar würde sich negativ auf den Neuaustrieb auswirken.

Die Vorbereitung

Weil die Wurzeln nach dem Umtopfen schlechten Kontakt zum Substrat haben, werden die Orchideen 1 bis 2 Tage vorher kräftig gegossen und etwas gedüngt. Alle verwendeten Werkzeuge müssen vor Gebrauch, möglichst mit Alkohol, gereinigt worden sein. Das neue Substrat wird mit einer Sprühflasche gut angefeuchtet.


Das Austopfen
Beim Herausnehmen der Pflanze aus dem alten Topf dürfen keine Wurzeln verletzt werden. Notfalls muss der Topf zerstört werden. Anschließend wird durch vorsichtiges Schütteln das alte Substrat von den Wurzeln gelöst. Verwendet man zum entfernen des alten Substrats fließendes Wasser, so sollte dieses Handwarm sein. Jetzt tut man gut daran die freiliegenden Wurzeln und das entfernte Substrat nach Schädlingen zu untersuchen. Findet man an der Pflanze irgendwelche Tiere, wird sie für mehrere Stunden vollständig in einen Wassereimer getaucht, um die Schädlinge zu ersticken. Anschließend werden faule, trockene, schlaffe und/oder hohle Wurzeln mit einer scharfen Schere abgeschnitten. Gesunde Wurzeln werden nicht gekürzt oder entfernt. Besteht die Pflanze aus mehr als vier Bulben, kannst du die älteste Bulbe mit einem scharfen Messer entfernen, sofern diese keine Blätter mehr hat. Die Schnittstelle wird mit Kohle- oder Schwefelpulver desinfiziert um sie so vor Fäulnis zu schützen.

Die Pflanzen teilen

Teilen kannst du die Pflanze, die mehr als 8 Bulben und mindestens zwei Neutriebe haben. Dazu muss man die Verbindung zwischen den Bulben durchtrennen und vorsichtig auseinander ziehen. Jedes Teilstück muss aus mindestens vier Bulben bestehen. Teilungsfähige Pflanzen fallen manchmal schon von allein auseinander. Es kann nach einer Teilung zu längeren Blühpausen kommen.

Das Eintopfen
Bei der Topfwahl muss darauf geachtet werden, dass sich die Neutriebe entfalten können. Da kann es schon mal zu einem im Durchmesser 5 cm größeren Topf, möglichst aus Plastik, kommen. Verwendet man einen alten Topf, so muss dieser vor einem erneuten Gebrauch mit Alkohol desinfiziert werden. Als Drainage gibt man eine dünne Schicht Blähton auf den Topfboden. Die Pflanze wird nun mit einer leicht drehenden Bewegung in den Topf eingesetzt. In kleinen Mengen wird das Substrat eingefüllt, wobei der Topf immer wieder leicht auf den Boden gestoßen wird, um das Substrat zu verdichten. Dabei wird die Orchidee ausgerichtet. Um die Neutriebe vor Fäulnis zu schützen darf die Orchidee nicht zu tief sitzen. Das Substrat sollte also mit den Trieben abschließen.


Und weiter?

Nach dem Umtopfen müssen sich beschädigte Wurzeln regenerieren. Deshalb sollte die Orchidee ca. 5 Tage lang nicht gegossen werden. Im Blattbereich wird aber jeden Tag besprüht. Auch mit der Düngung solltest du 3 bis 4 Wochen warten.

Orchideen - Seite 1
(Einführung)
Orchideen - Seite 2
(Orchideen fürs Fensterbrett)
Orchideen - Seite 3
(Die Pflege übers Jahr)
Orchideen - Seite 4
(Umtopfen)
Orchideen - Seite 5
(Vermehren I.)
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