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Letzte Änderung: 13.03.2009

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Kamelie, Camellia
Rose des Winters




Einleitung Arten und Sorten Pflege - Kurzanleitung
Grundlagen zur Pflege Pflege im Frühjahr Pflege im Sommer
Pflege im Herbst Pflege im Winter Vermehrung
Schädlinge Krankheiten Wenn die Knospen fallen


Wer mit prachtvollen Blüten der Kamelie belohnt werden möchte muss die anspruchsvolle Pflanze richtig behandeln. In ihrer Heimat wächst der Winterblüher in Wäldern mit hoher Luftfeuchtigkeit. Für den Zimmergärtner bedeutet dies besondere Bedingungen zu schaffen. Die Pflanze benötigt den Rhythmus der Jahreszeiten. Für die Kamelie sind deshalb hohe Wintertemperaturen ungünstig.

Die Kamelie stammt aus Ost- und Südostasien bis zu den Philippinen und gehört zu den Teegewächsen [THEACEAE]. Die getrockneten und verarbeiteten Blätter der Camellia sinensis, sie stammt aus Südchina, liefern Schwarzen und Grünen Tee. Aus den Samen der Camellia oleifera wird ein Öl gepresst, dass zum Kochen und in der Kosmetik verwendet wird.

Kamelien sind immergrüne Bäume und Sträucher. Sie sind mehr oder weniger frostempfindlich und eignen sich, wenn ein kühler Winterstandort zur Verfügung steht, als Zimmerpflanze und Kübelpflanze. In Gegenden mit milden Wintern kann man sie sogar auspflanzen, denn einige Sorten sind frosthärter, als man denkt.

Ob im Kübel oder ausgepflanzt, frühe Sorten blühen je nach Witterungsverlauf manchmal schon im Dezember, späte blühen ab März. Erst die Wärme im Mai setzt dem wochenlangen Zauber ein Ende.


Arten und Sorten

Camellia cuspidata
ist ein bis zu 3 m hoher, attraktiver Strauch. Er verträgt etwas mehr Winterkälte. Die Sorte "Spring Festival" blüht rosa und hat eine schmale Wuchsform. Camellia cuspidata ist Elternteil einer Anzahl schöner Hybriden.

Camellia hiemalis
Die Sorte "Shishigashira" bildet einen Strauch mit dichter, schirmförmiger Krone und kleinen, gefüllten, rötlichrosa Blüten. Sie wird in Japan oft als Zwergform geschnitten.

Camellia japonica
ist die bei uns als Kamelien bekannte Camellia. Das Laub ist tiefgrün und glänzt auffällig. Die aus Ostasien stammenden Küstenpflanzen wachsen von Natur aus langsam und bilden dichte Kronen. Die Wildform wird in ihrer natürlichen Heimat ein 6 bis 9 m hoher, schmächtiger Baum mit roten, leicht trichterförmigen, nur 5 bis 8 cm breiten, fünfblättrigen Blüten. Die Kälte beständigste Sorte ist Camellia japonica subsp. rusticana. In feurigem Rot blüht die Sorte "Ascona". "Jury's Yellow" gilt als robust und winterhart. Weitere Sorten sind die rosa "Donation", "Freedom Bell" mit hellroten, halbgefüllten Blüten oder die halbgefüllte "Donckelarii", deren rote Blüten weiß gefleckt sind. Jüngere Pflanzen hält man im Topf und überwintert sie bei 6 bis 8° C an einem hellen, aber nicht sonnigen Platz im Haus oder Wintergarten.



Camellia oleifera
wird in Südchina und Teilen Indonesiens wegen des in der Küche und Kosmetikproduktion verwendeten Öls der Samen angebaut. Der zu den winterhärteren Arten zählende, als Zierpflanze geeignete kleine Baum oder Strauch trägt bis zu 19 cm breite, duftende Blüten, die sich vom Frühherbst bis zum Frühwinter öffnen.

Camellia reticulata
- Zu dieser Art gehören einige der großblütigsten Sorten. Für Kamelien blüht sie relativ spät.

Camellia sinensis
ist der Teestrauch, der in den Hochländern des tropische Asien sowie in seiner ursprünglichen Heimat Südchina, in Japan und heute auch in anderen Teilen der Welt angebaut wird. Camellia sinensis var.assamica (Assamtee) ist wüchsiger mit größeren Blättern und wird in Indien und auf Sri Lanka angebaut.

Pflege - Kurzanleitung

Das Klima:
  • mildes, feuchtes Klima, mehr oder weniger frostempfindlich, nur Camellia japonica ist in günstigen Gebieten einigermaßen winterhart
  • Der Standort im Sommer:
  • hell, halbschattig, keine pralle Sonne
  • hohe Luftfeuchtigkeit (tägliches Besprühen)
  • Schutz vor Wind
  • Der Standort im Winter:
  • hell, Gewächshaus, Wintergarten
  • bei 6 bis 8° C
  • Schutz vor Wind und Sonne
  • Der Boden:
  • durchlässig, guter Wasserabzug
  • leicht sauer, mit organischem Material angereichert
  • der Boden darf nicht austrocknen
  • Die Pflege:
  • Regelmäßig mit wenig Wasser gießen
  • sie dürfen nicht im Wasser stehen, aber auch nie austrocknen
  • Der Tipp:
  • Die Vermehrung:
  • von Januar bis August
  • Kopfstecklinge
  • in einem Torf-Sand-Gemisch
  • unter Glas- oder Folienschutz, hohe Luft- und Bodenfeuchtigkeit
  • Bodentemperatur 20 bis 22 °C
  • Die Verwendung:
  • wirkungsvolle, prachtvollen Blütenschmuckpflanzen


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