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Letzte Änderung: 12.08.2008 |
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Unser Sonnensystem und unser Planet verändern sich ständig. Durch die Entstehung des Lebens auf der Erde beschleunigten sich die Veränderungen enorm. Als die ersten höheren Pflanzen das Land eroberten begannen vor 380 Millionen Jahren biologisch bedingte chemische Veränderungen. Mit den Wurzeln entzogen die Pflanzen dem Boden Nährstoffe und begünstigten die Gesteinsverwitterung. Durch die Photosynthese wurde ein Teil des Kohlendioxids (CO2) der Erdatmosphäre entzogen, während Sauerstoff abgegeben wurde. In der Folge sank der CO2-Gehalt der Luft auf ein, in den vorangegangenen Jahrmilliarden nie da gewesenes, niedriges Niveau. So veränderte sich die gesamte Chemie der Atmosphäre, des Bodens und der Ozeane. Mehr Sauerstoff erlaubte die Entwicklung größerer Tiere und Pflanzen. Die Bäume bestimmten das Schicksal, der Erde. |
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Auch unsere Zukunft hängt von den Bäumen ab. Wenn wir die tropischen Regenwälder weiterhin so stark abholzen, wie es in den vergangenen Jahren geschehen ist, ist z.B. am Amazonas in zehn bis fünfzehn Jahren der Regenwald zu klein, um genügend Sauerstoff zu erzeugen. Und in spätestens 50 Jahren ist er verschwunden. Der Grund für diese pessimistische Aussage ist eine, den tropischen Regenwäldern eigene Art des Wasser-Recyclings. Diese Wälder erzeugen sehr viel Sauerstoff, benötigen aber auch täglich viel Regen, und den produzieren sie zu einem großen Teil selbst. |
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Ich möchte beim Beispiel Amazonas bleiben. Vom Atlantik ziehen Wolken nach Westen und regnen ab. Die Hälfte des Regens verdunstet sofort wieder und wird weiter nach Westen getragen, wo die Feuchtigkeit erneut abregnet. Die Flüsse und Wasserläufe bringen das überflüssige Wasser wieder zurück. Aber der Kreislauf funktioniert nur, wenn der Wald groß genug ist. In 15 Jahren könnte der Punkt erreicht sein, an dem ein zu kleiner Wald nicht mehr genügend Wasser verdunstet. Die Bäume verdursten, und das System bricht zusammen, mit tief greifenden Folgen für das Weltklima. |
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© 1998 - 2006 by Frank Koplin |
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