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Zimmerpflanzen pflegen

  • Heizungsluft und Lichtmangel setzen den Pflanzen jetzt zu. Blattfall an Grünpflanzen ist in den meisten Fällen auf zu geringes Lichtangebot und zu geringe Luftfeuchtigkeit zurückzuführen. Für eine Zusatzbelichtung sollten spezielle Pflanzenleuchten verwendet werden. Diese Leuchten sind im Fachhandel erhältlich.
  • Die Pflanzen benötigen die hellsten Plätze, also werden sie möglichst nah ans Fenster gerückt. Südlagen, die im Sommer für viele Pflanzen zu heiß werden, können nun nach Herzenslust begrünt werden.

  • Zimmerwarmes Gießwasser ist Voraussetzung für gesunde Wurzeln. Styroporplatten isolieren Blumentöpfe gegen kalte Fensterbänke und Steinfußböden. Bei trockener Raumluft helfen Zimmerbrunnen, wassergefüllte Verdunstungsgefäße und das Besprühen der Pflanzen. Für ein Duschbad und das Säubern verstaubter Blätter sind die Pflanzen dankbar.
  • Beim Gießen ist im Winter besondere Umsicht notwendig. Je kühler der Standort, umso weniger wird verdunstet. Die meisten Zimmerpflanzen wachsen nicht und nehmen entsprechend wenig Wasser auf. So vergrößern sich die Gießabstände im Vergleich zum Sommer ganz deutlich. Von November bis Ende Februar kannst du bei den meisten Pflanzen eine Düngepause einlegen.
  • Es muss regelmäßig auf Schädlinge kontrolliert werden. Nur so kannst du bei einem Befall frühzeitig eingreifen.



  • Weihnachtsstern [Euphorbia pulcherrima]

  • Zur großen Gattung der Wolfsmilchgewächse zählen ca. 2000 Arten von Sträuchern, Stauden, einjährigen Pflanzen und Sukkulenten. Ein sehr bekannter Vertreter ist der Weihnachtsstern [Euphorbia pulcherrima]. In der Natur ist es ein locker wachsender Strauch, der bis 3,5m hoch werden kann. Im Freien benötigt er vorzugsweise subtropisches Klima, fruchtbaren Boden und sonnige Lage. Der Weihnachtsstern ist durch seine blutrot gefärbten Hochblätter, die seine Blüte umgeben zur Weihnachtszeit in fast allen Wohnungen Europas anzutreffen. Wie die winterliche Blütezeit vermuten lässt, stammt er von der Südhalbkugel, aus Südamerika.
    copy; by Rasenlatscher.de
    In den Geschäften wird er von 10 cm bis 1,5 m, als Hochstamm, angeboten. Diese Pflanzen sind drei bis sieben Monate alt. Die Temperatur im Gewächshaus beträgt in dieser Zeit 20 bis 22°C. Ihre roten Hochblätter erhalten die Pflanzen, wenn sie in den letzten acht Wochen 12 von 24 Stunden im abgedunkelten Gewächshaus stehen. Vor der Auslieferung werden die Pflanzen bei 16°C abgehärtet. Wenn du einen Weihnachtsstern kaufst, solltest du nur ein solches Exemplar aussuchen, das nicht im Freien gelagert und angeboten wurde. Die Pflanzen werden dadurch zu stark geschädigt.
  • Richtig gekauft kann man acht Wochen Freude an der Pflanze haben. Dazu ist aber auch ein heller, warmer Standort notwendig. Die Erde soll immer feucht, nicht nass, sein. Günstig ist es, wenn man das Gießwasser in den Untertopf gibt. Das Wasser, welches nach ca. 30 Minuten noch nicht von der Erde aufgesaugt wurde, wird abgegossen. Einmal in der Woche etwas Flüssigdünger ist vorteilhaft.

  • Wenn man einem blauen Weihnachtsstern begegnet, ist dieser gespritzt. Einige Anbieter besprühen die Pflanzen auch mit Goldstaub.
  • Auf den Kanaren sind die roten Blätter ein Vorbild für die berühmten Kanarischen Stickereien.

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    Tipps zu einzelnen Pflanzen

  • Alle Pflanzen, die kühl überwintert werden möchten, ziehen mit Beginn der Heizperiode in weniger stark beheizte Räume um. Dies gilt zum Beispiel für Kakteen. Sollen sie im kommenden Jahr wieder blühen, brauchen sie eine Ruhepause. Auch andere Sukkulente, wie Flaschen- und Geldbaum haben es gerne etwas kühler.
  • Zimmerlinde, Zimmertanne, Azalee und Alpenveilchen fühlen sich ebenfalls in kühleren Räumen wohler. Wer im Wohnzimmer nicht auf sie verzichten will, hilft den Pflanzen, indem er sie vor aufsteigender Heizungsluft schützt, die Luftfeuchtigkeit erhöht und sie möglichst hell stellt.

  • copy; by Rasenlatscher.de
  • Wasser hinterlässt auf haarigen Blättern hässliche Flecke. Der Pinsel ist deshalb das richtige Utensil, um das Laub des Usambaraveilchens vom Staub zu befreien.
  • Die Amaryllis wird jetzt eingepflanzt. Man topft die dicke Zwiebel so ein, dass sie bis zur Hälfte in der Erde sitzt und gibt ihr einen hellen Fensterplatz. Bis die ersten Knospen erscheinen wird nur sehr wenig gegossen (Geduld!).



  • Kübelpflanzen & Wintergarten

    copy; by Rasenlatscher.de
  • Die letzten Kübelpflanzen werden ins Winterquartier gebracht.



  • Balkon & Terrasse

  • Die meisten winterharten Balkonbepflanzungen erfrieren nicht - sondern vertrocknen! Der pflanzliche Stoffwechsel findet gerade bei sonnigem Wetter auch bei niedrigen Temperaturen statt. Aus diesem Grund muss auch bei gefrorenem Boden vorsichtig gegossen werden.


  • Der Frühling auf der Fensterbank

  • Wer den Frühling vorzeitig auf die Fensterbank zaubern möchte, muss bis Anfang Dezember Hyazinthen, Tulpen und Narzissen in Töpfe gepflanzt haben. Die Zwiebelspitzen sollten noch herausschauen. Nun stellen wir die Töpfe in einen dunklen, kühlen, aber frostfreien Raum. Damit die Zwiebeln Wurzeln bilden können muss die Erde feucht sein. Nach zwei bis drei Monaten zeigen sich die ersten Triebe. Dies ist der richtige Zeitpunkt die Pflanzen in die warme Wohnung zu holen.



  • Der Frühling im Balkonkasten

  • Für den Balkonkasten eignen sich die kleineren Frühblüher. Nicht nur Schneeglöckchen, Krokus und Hyazinthen, auch niedrige Tulpen und Narzissen sind geeignet. Für höhere Zwiebelblumen im Kasten benötigt man einen windgeschützten Standort. In einem lockeren Substrat können die Zwiebeln dicht zusammen stehen. Nicht düngen, aber auch im Winter feucht halten.

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