Eine weit verbreitete Meinung ist, dass der Garten im Spätherbst und Winter umgegraben werden muss und dies besonders, wenn im Spätsommer eine Gründüngung ausgebracht wurde. Es geht aber nicht darum, wann man Phacelia tanacetifolia oder andere Pflanzen eingräbt, es geht darum wie der Boden beschaffen ist. Ob die Pflanzen grün oder erfroren untergemischt werden ist egal.
Eine Auflockerung des Bodens ist wichtig, um die Durchlüftung der Erde zu verbessern. Außerdem lassen sich so die Lebensbedingungen der Bodentiere verbessern. Andererseits dürfen die Erdarbeiten aber nicht übertrieben werden. Zu häufiges Umgraben führt dazu, dass der Humusgehalt schnell absinkt.
Böden, die leicht austrocknen, also leichte sandige Böden, werden gar nicht umgegraben, sondern nur im Frühjahr mit dem Grubber oder mit dem Sauzahn oberflächlich bearbeitet. Damit erhält man die dünne Humusschicht. Eine eventuell vorhandene Gründüngung muss natürlich eingearbeitet werden.
Bei mittelschweren Böden ist der Einsatz einer Grabegabel sinnvoll. Schwere, lehmige, stark verdichtete Böden können im Herbst mit einem Spaten oder einer Grabegabel bis zu einer Tiefe von 20 cm umgegraben werden, ohne eine weitere Glättung vorzunehmen. Durch ein Absinken der Temperatur unter den Gefrierpunkt, verwandelt sich die Bodenfeuchtigkeit in Eis, dehnt sich dabei aus und sprengt die Schollen, was eine gute Krümelstruktur ergibt.
Vor der Bodenbearbeitung sollten alle Unkräuter entfernt werden. Viele Arten, zum Beispiel Giersch und Quecken, müssen besonders gründlich entfernt werden. Zerteilt man diese mit dem Spaten, wachsen die Pflanzen im nächsten Jahr aus jedem entstandenen Wurzelrest nach.
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Kompost wird im Herbst nicht eingearbeitet. Die Nährstoffe würden über Winter freigesetzt und ausgewaschen werden. Oberflächlich kann man Kompost ausstreuen um ihn dann im Frühjahr beim glätten der Beete unterzumischen. Abgelagerter Stallmist kann dagegen im Herbst eingearbeitet werden.
Bereits bearbeiteter Boden sollte nicht offen liegen bleiben. Günstig ist es ihn mit unreifem Kompost oder einer Mulchschicht aus Blättern und gehäckseltem Stroh abzudecken. So verhindert man das Auswaschung der Nährstoffe und das austrocknen des Bodens.
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