Obstgehölze
Die abgeerntete Kernobstbäume kann man jetzt noch vorsichtig auslichten und verjüngen. Bei Pfirsich, Aprikose und Kirsche entfernt man am besten alle abgetragenen Zweige. Süß- und Sauerkirschen, vertragen den Sommerschnitt ohnehin besser, weil zu diesem Zeitpunkt die Wundheilung schnell erfolgt.
Auch das Beerenobst wird nach der Ernte verjüngt. Dabei lasse ich z.B. bei den Johannesbeeren nur drei bis fünf starke zweijährige Triebe stehen. Die Trauben können so größer werden, die Ernte wird vereinfacht und man erhält starke immer junge Sträucher.
Im August beginnt bereits die Ernte von Frühäpfeln und -birnen. Die Früchte an allen Bäumen werden immer dicker und damit immer schwerer. An den waagerechten Seitenästen bilden sich die meisten Früchte. Bei jungen Bäumen und schwachem Holz sollte man diese Äste abstützen. Dazu kann man z.B. eine Haselnussrute verwenden, deren Ende eine Astgabel hat.
Nussbäume erhalten jetzt, wenn notwendig, ihren Schnitt.
Bei bereits tragenden Kiwis werden nun alle Triebe, die Früchte tragen, eingekürzt, und zwar so, dass hinter der Fruchtansatzstelle noch 4 bis 6 Blätter verbleiben.
In Trockenperioden empfiehlt es sich, auch mal Bäume und anspruchslosere Sträucher gründlich zu wässern, 40 bis 50 Liter pro qm sind nicht zu viel, reichen dann aber auch für einige Zeit.
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