Petersilie [Petroselinum crispum]

 

Petersilie-Suppenkraut
wächst in unserm Garten,
unser Ännchen ist die Braut,
soll nicht länger warten....

 

Petersilie ist seit langem als gesundes und vielseitig verwendbares Küchenkraut bekannt. Sie hat einen hohen Vitamin-C- und Karotingehalt und einen sehr hohen Anteil an Mineralstoffen. Der aromatische Geschmack ist auf ein ätherisches Öl zurückzuführen. Mit Ausnahme von Süßspeisen passt die vitaminreiche Petersilie zu fast allen Gerichten. Sie sollte jedoch nicht mitgekocht werden. Petersilie lässt sich gut einfrieren. Wurzel, Samen und blühendes Kraut werden in der Naturheilkunde verwendet.

 

Man unterscheidet in Schnitt- und Wurzelpetersilie. Letztere besitzt glatte Blätter und entwickelt kegelförmig, fleischige Wurzeln. Die Würzkraft der Blätter übertrifft die Würzkraft der Schnittpetersilie. Die Blätter der Schnittpetersilie sind mehr oder weniger gekraust. Die Wurzeln sind nicht verdickt. Die zweijährige Pflanze gehört zur Familie der Doldenblütler. Im ersten Jahr bildet sie eine Blattrosette, aus der sich im zweiten Jahr ein bis zu 60 Zentimeter hoher Blütenstängel schiebt. Es gibt verschiedene Sorten von Blatt- und Wurzelpetersilie.

 

Für Petersilie ist ein tiefgelockerter, nährstoffreicher, mittlerer Boden mit einer guten Wasserversorgung am günstigsten. Sie verträgt keine frische Düngung. Während Trockenperioden muss viel gegossen werden. Die tiefe Lockerung des Bodens ist besonders für die Wurzelpetersilie wichtig. Sellerie und Möhren als Vorfrucht sind ungeeignet. Petersilie hat einen schwachen Düngerbedarf. Bei einem pH-Wert des Bodens unter 5,5 sollte möglichst vor der Aussaat gekalkt werden. Bei laufender Ernte kann man alle 5 Wochen eine leichte Stickstoffdüngung vornehmen.

 

Petersilie muss jedes Jahr an einem anderen Platz ausgesät werden. Die Aussaat erfolgt von Mitte März bis Juli, im Reihenabstand von 15 bis 20 Zentimetern für Schnittpetersilie und 25 bis 30 Zentimeter für Wurzelpetersilie, direkt ins Beet oder in den Kasten. Das Saatgut soll nicht tiefer als 1 Zentimeter in den Boden kommen. Die Keimdauer beträgt 21 bis 28 Tage. Wegen der langen Keimdauer ist es angebracht alle 10 Zentimeter ein Radieschen als Markiersaat auszusäen. Ein halbschattiger Standort ist von Vorteil. Möchte man die Petersilie über Winter stehen lassen muss man einen möglichst geschützten Standort wählen. Wenn die Saatflächen mit Vlies oder Folie überdeckt wird, verfrüht man die Ernte wesentlich. Nach dem die Saat aufgegangen ist wird die Wurzelpetersilie auf ca. 8 Zentimeter vereinzelt.

 

Sobald die Saat aufgegangen ist, muss der Boden gelockert und das Unkraut entfernt werden. Währen Trockenperioden wird ausreichend gewässert. Es ist vorteilhaft, dies reichlich, aber in größeren Abständen vorzunehmen. Mit dem Gießen kann man auch eine leichte Kopfdüngung vornehmen.

 

Die Ernte beginnt, wenn die Stängel eine Länge von 10 bis 15 Zentimeter haben. Zum Ernten kann man entweder laufend die stärksten Stiele pflücken, oder man schneidet sämtliche Blätter 3 Zentimeter über dem Boden ab. Die Herzblätter lässt man stehen. Auch die Wurzelpetersilie kann mehrmals geerntet werden. Im Herbst kann man die Erntezeit bis Dezember verlängern, indem man die Pflanzen mit einem Folienzelt überbaut, oder mit Vlies abdeckt. Soll die Schnittpetersilie überwintern gibt man ihr einen Winterschutz aus Tannenreisig, kein Laub. Im Frühjahr treibt die Petersilie schneller, wenn man sie überbaut.

 

Für den Winterbedarf kannst du Petersilie in Töpfe pflanzen. Schnittpetersilie wird dafür bereits im August eingetopft. Die Pflanzen werden eng gebündelt. Die Wurzeln sollten aber nicht beschädigt werden. Die Erde muss ständig feucht sein. Staunässe führt aber zur Wurzelfäulnis. Wurzelpetersilie wird Ende Oktober/Anfang November eingetopft. Dazu werden die Wurzeln leicht eingekürzt. Man gibt 4 bis 6 Wurzeln in einen Topf. Alle drei Wochen wird leicht gedüngt. Vier bis fünf Wochen nach dem Eintopfen kann geerntet werden.

 

Wenn du die Wurzeln der Wurzelpetersilie bevorzugst, erntest du so spät wie möglich, aber noch vor stärkeren Frösten. Zur Lagerung werden die Blätter entfernt und die Wurzeln in feuchten Sand eingeschichtet. Das beste Lager ist ein kühler, frostfreier, dunkler Raum, z.B. ein Keller.

 

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