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Schalerbsen Zuckererbsen Voraussetzungen
Aussaat Pflege und Ernte  

Erbsen

Bereits im Altertum kannte man die Erbse als Nahrungsmittel. An Beliebtheit hat die Frucht bis heute nicht verloren. Sie zählt zu den wichtigen und verbreitetesten Gemüsearten. Wie die Buschbohnen gehören sie zur Familie der Leguminosen, d. h. zu den stickstoffsammelnden Pflanzen. Die Frucht der Erbse wird oft als Schote bezeichnet, was nicht richtig ist. Sie ist eine Hülse und enthält bis zu 10 Samen. Länge und Form der Hülsen, sowie Größe und Farbe der grünen Samen variieren und gelten als wichtige Unterscheidungsmerkmale der einzelnen Sorten. Die Gemüseerbsen unterteilt man in Schal-, Mark-, und Zuckererbsen. Als Vorfrucht sind Erbsen für die meisten Gemüsearten gut geeignet, weil sie tief wurzeln, Nährstoffe aufschließen und Stickstoff sammeln.

 

Markerbsen

Markerbsen haben ein runzliges bis würfelähnliches Trockenkorn und schmecken besser als Schalerbsen. Das Trockenkorn kann für Speisezwecke nicht verwendet werden, da es beim Kochen hart bleibt. Markerbsen sind für eine sehr frühe Aussaat ungeeignet.

 

Schalerbsen

Schalerbsen haben ein rundes, glattes Korn. Sie können zum Grünpflücken und als Trockenerbsen verwendet werden. Ihre Bedeutung liegt in der frühesten Aussaat.

 

Zuckererbsen

Weil, bei der Zuckererbse, auf der Innenseite der Hülse die Pergamentschicht fehlt, kann das Grünkorn und die Hülse verwendet werden.

 

Voraussetzungen

Erbsen leben mit stickstoffsammelnden Bakterien in Symbiose. Die Bakterien verarbeiten den Luftstickstoff, der beim Absterben der Bakterien den Erbsen zugutekommt. Die Ansprüche aller Gemüseerbsen an Boden, Klima und Vorfrucht sind nicht besonders hoch. Allerdings ist Boden, der mit frischem Stalldung versehen wurde, für Erbsen ungeeignet. Die Erde sollte humusreich und gut bearbeitet sein. Auf schweren fetten Böden wachsen die Erbsen üppiger, als auf leichten. Die Bodenreaktion sollte nicht unter pH 6 sein. Als Vorfrucht kommt alles, außer Erbsen und andere Hülsenfrüchte, in Frage. Leichte Böden sind auf Grund ihrer Fähigkeit sich schneller zu erwärmen, für den Frühanbau geeigneter. Die Saat läuft früher auf und die Ernte setzt früher ein.

 

Aussaat

Hülsenfrüchte sollen nur alle sechs Jahre auf derselben Stelle stehen. Schalerbsen vertragen als junge Pflanzen leichtere Fröste von -3 bis -5°C ohne Schaden zu nehmen. Markerbsen nicht. Deshalb kann man im Laufe des März nur Schalerbsen aussäen. Anfang bis Mitte April, wenn die Bodentemperatur bei 5 bis 8°C liegt, kann man auch mit der Aussaat der Markerbsen beginnen. Bei der Aussaat von Erbsen ist zu beachten: je höher die Sorte, umso weiter der Abstand zwischen den Reihen. Auf einem Normalbeet (1,2 m) passen 3 bis 4 Reihen Erbsen, also ein Reihenabstand von 25 bis 30 cm. Ausgesät werden sie einzeln, in laufender Reihe. Die Samen werden in eine 3 bis 5 cm tiefe Aussaatrille, im Abstand von 2 bis 3 cm gelegt. Danach drückt man die Samen mit der Harke senkrecht von oben fest und schiebt die Reihen zu. Nun wird noch einmal leicht angedrückt und gegossen. Deckt man die Aussaat mit Vlies ab, laufen die Keimlinge zügig und gleichmäßig auf.
Wenn man in der Nachbarschaft Tauben hat, sollte das Beet gut gesichert werden. Dazu kann man Netze verwenden, die ca. 5 Zentimeter über dem Boden gespannt werden. Die Seiten gut sichern! Wenn keine Gefahr durch Tauben besteht ist es angebracht Reiser in das Beet zu stecken, damit die Erbsen sich daran hochranken können. Die Länge der Reiser richtet sich nach der Wuchshöhe der Erbsensorte.

 

Pflege und Ernte

Spätesten, wenn die Erbsen 10 bis 12 cm hoch sind, brauchen sie Rankhilfen. Das können Reiser, aber auch Seile oder Draht sein. Auch ein Maschendrahtgestell ist geeignet. Sind die Erbsen ca. 15 cm hoch, sollten sie angehäufelt werden. Diese Maßnahme erhöht die Standfestigkeit und unterdrückt das Unkraut. Bis zur Blüte ist eine zusätzliche Bewässerung nur bei extremer Trockenheit notwendig. Mit beginnender Hülsenentwicklung steigt der Wasserbedarf stark an. Die Früchte an den Erbsenpflanzen sollten rechtzeitig geerntet werden, weil sie sonst an Geschmack verlieren.

 

 

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