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Canna - Indisches Blumenrohr

 

Herkunft & Name

Für Blumenfreunde mit dem Hang zu kräftigen Farben und Formen ist die Canna ein Muss. Die markanten Blüten und die stattlichen Blätter begeistern viele Gartenbesitzer. Manch einer kennt die Canna indica auch unter dem deutschen Namen Indisches Blumenrohr. Das hat aber nichts mit der Herkunft zu tun, denn die Canna stammt aus dem tropischen Mittel- und Südamerika. Von dort fand sie den Weg über Indien zu uns. Canna ist lateinisch und heißt Rohr.

 

Beschreibung & Verwendung

Das Laub ist je nach Züchtung frischgrün, bräunlich oder purpurrot getönt. Die Sorte "Striata" hat blassgrün-golden gestreiftes Laub. Die Canna blüht von Juli bis Oktober. Der Blütenstand ist bis zu 1,5 Meter hoch. Die Blütenfarben erstrecken sich vom tiefen Gelb über Orange zu Rot. Die Sorte "Lucifer" hat scharlachrote Blüten mit einem gelben Rand, "Yellow King Humbert" ist gelb mit roten Sprenkeln und "Louis Cayeux" ist blassrosa.
Die exotischen Schönheiten eignen sich für Beet und Kübel. Die dekorative Pflanze ist ein guter Blickfang vor Hauswände, immergrünen Gehölzen und auf Terrassen.

 

Pflege

Canna indica ist eine knollenbildende Staude. Heute werden meist Canna indica Hybriden angeboten. Cannas sind nicht winterhart.
Ende Februar, Anfang März kann man die Knollen in feuchter Komposterde vortreiben. Sobald die ersten Pflanzen austreiben werden sie bei 18°C weiter kultiviert. Ab April dürfen die kleinen Pflanzen am Tage ins Freie. Dabei brauchen sie reichlich Wasser und regelmäßige Düngung. Ende Mai werden die vorgetriebenen Pflanzen oder die Knollen in humusreiche Erde gepflanzt. Reichlich Wasser und Düngung sind eine Voraussetzung für eine vollendete Blütenpracht. Spätestens nach dem ersten Frost werden die Stängel eine Handbreit über dem Boden abgeschnitten. Dann werden die Knollen aus dem Boden genommen, von der Erde befreit und in Sand oder Torf eingebettet. Das Winterquartier soll gut belüftet und die Temperaturen zwischen 10 und 15 °C betragen.

 

Schädlinge

Cannas werden bevorzugt von Schnecken befallen.

 

Canna vortreiben

Wer einen hellen und warmen Platz frei hat, kann ab März seine Canna vortreiben, um sie nach den Eisheiligen auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten weiter zu kultivieren. Diese Pflanzen blühen sehr viel früher und damit länger. Für das Verfrühen ist jeder Zeitpunkt bis Mitte Mai möglich. Danach kann man gleich im Freien auspflanzen.
Geeignet sind ein Blumenfenster, ein Wintergarten, oder ein Gewächshaus. Dazu werden, wenn die Rhizome noch in Töpfen liegen, diese herausgenommen. Die verbrauchte Erde wird entfernt und die Töpfe gründlich gereinigt. Das Rhizom teilst du in Stücke mit je 2 bis 3 Augen. Die Schnittstelle wird mit Holzkohlenstaub bestrichen. Der Topf, der nicht zu klein sein sollte, wird zu 2/3 mit Erde gefüllt. Die Augen der Rhizome sollen waagrecht liegen und so, dass sie nicht gleich an die Topfwand stoßen. Anschließend bedeckst du alles mit Erde bis kurz unter den Topfrand.
Nach einigen Tagen erscheint der frische Austrieb. Bei mehreren Pflanzen sollte jeder Topf mit einem Etikett versehen werden. Bis die jungen Triebe aus der Erde kommen wird sparsam gegossen. Wenn die Pflanze hell steht, darf die Temperatur bei 20 Grad und mehr liegen. Gedüngt wird erst nach ca. 2 bis 3 Wochen bzw. beim Auspflanzen in den Garten, oder in einen größeren Kübel.

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