Bärlauch [Allium ursinum]

 

Bärlauchblüte

 

Bärlauch gehört zur Familie der Amaryllisgewächse. Kaum bekannt ist, dass dieses Liliengewächs in manchen Gegenden in Deutschland und Österreich vom Aussterben bedroht ist. Ein wichtiger Grund beim sammeln von Bärlauch aufmerksam zu sein, ist die Verwechslungsgefahr mit dem sehr giftigen Maiglöckchen. Oft sind die Pflanzen nur durch die Blüte zu unterscheiden. Bärlauch entwickelt sternchenförmige Blüten. Die sattgrünen, schlanken Blätter sind mit denen der Maiglöckchen sehr ähnlich in Farbe, Form und Größe. Mehrfach haben in den vergangenen Jahren unerfahrene Sammler schwere Vergiftungen erlitten.

 

Bärlauch lässt sich, wenn man die nötigen Bedingungen schafft, auch gut im Garten ansiedeln. Er liebt einen geschützten, halbschattigen bis schattigen, feuchten und humusreichen Boden, der kalk- und nährstoffreich ist. Im Frühjahr kann Bärlauch gepflanzt werden. Weil er sich unter idealen Bedingungen schnell ausbreitet, reichen zwei Pflanzen. Erhältlich ist er in Gartengeschäften. Außerdem gibt es Zwiebeln, diese können fast das ganze Jahr gepflanzt werden. Sie werden etwa zwei Zentimeter tief in die Erde gelegt und anschließend kräftig angegossen. Der Pflanzbereich darf mehrere Wochen lang nicht austrocknen, sonst wächst der Bärlauch nicht an.

 

Bärlauch hat einen angenehmen Knoblauchgeschmack, hinterlässt aber nicht den lästigen Knoblauchgeruch. Essbar sind die Blüte, die Blätter und die Zwiebeln. Die Erntezeit ist von März bis Mai. Mit Beginn der Blüte (April bis Mai) verlieren die Blätter an Geschmack. Um den Bestand zu erhalten, werden je Pflanze nur ein bis zwei Blätter mit einer Schere oder einem scharfen Messer abgeschnitten. Die Blätter kann man, in einem feuchten Tuch gewickelt, bis zu eine Woche lagern. Verwenden kann man Bärlauch unter anderem zum verfeinern von Salaten und Suppen, zur Herstellung von Bärlauchbutter, zum würzen von Fleisch, Rührei und Quark.

 

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