Akazie als Kübelpflanze
Bei uns sind Akazien Kübelpflanzen. Angeboten werden meistens Sträucher. Theoretisch könnte man sie im Sommer auch auspflanzen. Kurz vor dem ersten Frost muss die Pflanze aber wieder in den Kübel umziehen. Die Ansprüche an den Boden sind gering. Möchte man aber einen guten Wuchs erreichen ist eine torfreiche, kalkarme Pflanzenerde und gelegentliches Düngen von Vorteil. Der Standort soll sonnig und warm sein. Um die Pflanzen dichter wachsen zu lassen, können sie während der Wachstumsperiode geschnitten werden.

 

Beim Gießen ist Vorsicht geboten. Die Erde darf nie austrocknen, darf aber auch nicht zu nass sein. Staunässe vertragen Akazien gar nicht. Um dies zu verhindern, muss das Pflanzgefäß ein Abzugsloch haben, welches mit einer Tonscherbe vor Verstopfung geschützt ist. Außerdem kann, als unterste Schicht im Gefäß, Blähton oder Kies gefüllt werden. Diese Drainageschicht fördert den Wasserabzug. Man verwendet kalkarmes (Regen-)Wasser.

 

Akazien sind kaum wind- oder regenanfällig, aber nicht winterhart. Vor dem ersten Frost müssen sie ins Haus. Jetzt ist auch ein radikalerer Rückschnitt möglich. Das schafft Platz im Winterquartier und sorgt im Frühjahr für einen kräftigen Austrieb. Überwintern kann man sie bei Temperaturen um 5°C an einem dunklen Standort, oder bei ca. 15°C an einem hellen Standort. Die Erde im Kübel sollte auch im Winter feucht, nicht nass, sein. Ist das Winterquartier zu dunkel, bei zu hoher Temperatur, wirft die Akazie die Blätter. Dasselbe geschieht auch, wenn die Erde zu trocken ist. Bei zu viel Bodennässe färben sich die Blätter bräunlich oder/und die Zweige hängen herab.

 


Akazienblüte
Der günstigste Zeitpunkt zum Umtopfen ist von September bis Mai. Beginnt die Pflanze im Frühjahr zu treiben, wird sie regelmäßig mit zimmerwarmem Wasser gegossen. Dem Wasser kann dann, bis vier Wochen vor dem Einzug ins Winterquartier, alle zwei Wochen Flüssigdünger beigegeben werden.

 

Akazien kann man aus Samen, oder schneller und einfacher im Juli/August, durch Stecklinge vermehren. Dazu steckt man die halbverholzten Stecklinge in ein feuchtes Sand-Torf-Gemisch und gibt eine Plastikfolie darüber. Dieses Minigewächshaus sollte mehrmals in der Woche gelüftet werden. Die Pflanze hat Wurzeln gebildet, wenn der erste Neuaustrieb sichtbar ist.

 

Akazien werden von der Roten Spinne, von Spinnmilben und von Schild-, Woll- und Blattläusen befallen. Diese Schädlinge treten meistens bei zu trockener Raumluft im Winterquartier auf.

 

Akazie - Falsche Mimose