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Letzte Änderung: 22.01.2005 |
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Der Vorgarten ist eine Visitenkarte |
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Manche Vorgärten gleichen einem Durcheinander aus verschiedenen Materialien und Pflanzen. Fantasielos und eintönig, andere sind so gut gestaltet, dass man den Blick nicht von ihnen lassen möchte. Einige sind eher praktisch angelegt, andere eher nach optischen Gesichtspunkten. Bei der Gestaltung ist vieles zu bedenken, der Weg zum Hauseingang und zur Garage, der Stellplatz fürs Auto, der Platz für die Mülltonne und dazu möglichst viel Grün, das möglichst wenig Arbeit macht. Das Resultat sind oft schnurgerade, zugepflasterte Wege, eine überreiche Mischung verschiedener Materialien und eine häufig erschreckend fantasielose Bepflanzung. Natürlich lässt sich über Geschmack streiten, aber wer einige grundlegende Gestaltungsregeln beachtet, wertet seinen Vorgarten optisch auf.
Schnurgerade Wege zum Beispiel wirken langweilig. Schon wenn man an den Rändern in jeder zweiten Pflasterreihe jeweils die Außensteine ausbricht, kann der Rasen und Blumen in den Weg hineinwachsen. Das wirkt erheblich lebendiger und abwechslungsreicher. Man kann auch Stauden, die den Boden bedecken oder Polster bilden, an Wegkanten pflanzen und dann einfach nur ein wenig in den Weg hineinwuchern lassen. Gewundene oder schräge Zugänge vergrößern winzige Vorgärten nicht nur optisch, sie machen sie auch interessant. Natürlich darf dies nicht zu Umwegen führen. Das heißt, dass schmückende Hindernisse wie Bäume oder Pflanz-Inseln, Findlinge, Sprudelsteine oder Mini-Teiche, den "geraden" Weg flankieren sollten. |

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Ein wichtiges Gestaltungsmittel ist die Pflasterung. Was sich gut reinigen lässt, sieht nicht immer schön aus und ist bei Nässe oft glatt und rutschig. Der Weg zwischen Straße und Haus sollte mit einem Bodenbelag versehen sein, der rutschsicher und eben ist. Pflasterwege lassen sich gut reinigen, was vor allem im Herbst und Winter wichtig ist, damit nasses Laub und Schneematsch nicht ins Haus getragen werden. Sind Stufen notwendig, ist es beim Laufen angenehmer, wenn sie nicht direkt aufeinander folgen, sondern auf die Gesamtstrecke des Weges verteilt werden. Der Vorgarten ist die persönliche Visitenkarte seiner Bewohner. Bei der Wahl des Materials sollten bereits verwendete Hölzer oder Steine in Gartenmauer, Haus oder Garage berücksichtigt werden. Auch die Pflanzen sollten sich dem Stil des Hauses unterordnen. Natursteinpflaster, Bauerngartenpflanzen und ein Holzzaun passen zu einem alten Haus mit Fensterläden einfach besser als zu einem modernen Bungalow. Also sollte man sich sein Haus und Grundstück genau ansehen, bevor gestaltet wird. Es kann auch recht günstig sein, wenn angrenzende Grundstücke berücksichtigt werden. Wiederholen sich Materialien und Farben der Umgebung in der Gestaltung des Vorgartens, ergibt dies ein harmonisches Gesamtbild. Auch wenn man seinen Vorgarten nach eigenen Vorstellungen gestaltet, sollte man im Zweifelsfall Nachbarn oder Bekannte fragen, welchen Eindruck das Gebäude auf sie macht. Leider gleicht so manches winzige Grundstück einer Baumarktauslage. Marmorsockel, Ziegelmauer, Naturstein, Holzzaun und buntes Pflaster liefern sich teure Materialschlachten. Sich auf einen oder zwei Baustoffe zu beschränken, beweist Stilsicherheit und Geschmack. Weniger ist eben auch im Vorgarten mehr. An einer Garageneinfahrt, die eine Mauer vom Nachbargrundstück trennt, ist Platz für einen dreißig Zentimeter breiten Streifen, auf dem sich Efeu, wilder Wein und Stauden durchaus wohl fühlen können. Autos stehen auch auf Rasenpflaster nicht unbequemer als auf geteertem oder gepflastertem Untergrund. Gegen eine gepflasterten Laufspur direkt neben der Wagentüre ist natürlich nichts einzuwenden. |

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Auch die Mülltonne muss irgendwo auf dem Grundstück untergebracht werden. Wem kein Platz in der Garage oder in einem Schuppen zur Verfügung steht, muss die Tonne wohl im Vorgarten abstellen. Wichtig ist, dass die Mülltonne ohne Probleme hineingerollt und herausgezogen werden kann. Auch wenn die Tonne in der hintersten Ecke des Vorgartens gut versteckt ist, kann der lange Weg zur Straße mühsam werden. Enge Kurven, Stufen, Kieswege oder unebene Plattenbeläge sind dann auf jeden Fall zu vermeiden. Immergrüne Kletterpflanzen - wie zum Beispiel Efeu - helfen dabei, den sonst oft sehr tristen Platz für die Mülltonne zu begrünen und damit etwas freundlicher zu machen. Kübelpflanzen setzen im Sommer leuchtende Akzente.
Auch bei der Pflanzenwahl kann weniger durchaus mehr sein. Ein attraktives Gehölz als Blickfang muss nicht unbedingt im Zentrum der Grünfläche stehen, kann aber mehr optische Wirkung erzielen als zehn Sträucher nebeneinander, die sich in Sachen Exotik zu überbieten versuchen. Die Größe bestimmt die Aufteilung der Fläche. In größeren Vorgärten kann ein Sitzplatz integriert werden. Eine Bank oder eine kleine Sitzgruppe im Vorgarten ist nicht Jedermanns Sache, kann aber auch sehr einladend wirken. Solche Elemente dürfen nicht den Weg von der Straße zur Haustür sowie zu die Mülltonnen behindern. Ob man als Umgrenzung einen Zaun, eine Mauer oder eine dichte Hecke zum Schutz vor ungebetenen Gästen wählt, bleibt jedem selbst überlasse. Auf jeden Fall sollten sie ein attraktives Gestaltungselement sein. Hohe, blickdichte Abgrenzungen sind jedoch eher abstoßend. Die Grundstücksgrenze ist mit halbhohe Heckenpflanzen wie die Kartoffel-Rose oder kleinen Zäune besser markiert, als mit einer abweisenden Mauer. Ein schönes Gartentor kann, genauso wie Lampen, Briefkästen, Hausnummern und Namensschilder zu einem schmückenden Beiwerk werden. Der Vorgarten sollte das ganze Jahr attraktiv sein. Deshalb plant man auch Zwiebelblumen und Herbstblüher ein. Bei den Sträucher wählt man solche aus, die selbst nach einigen Jahren nicht zu groß und ausladend werden. Hier eignen sich Sommerflieder oder die Bartblume. Eine üppige Blüten auf kleinem Raum bringen Kletterpflanzen. Tipps zur Neuanlage eines Gartens findest Du auf folgender Seite: >>> |
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