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Letzte Änderung: 22.01.2005

Alle Angaben ohne Gewähr!

  Wissenswertes  

Panta rhei - alles fließt, sagten schon die alten Griechen und wollten damit die ewige Bewegung zum Ausdruck bringen. In diesem ständigen Fluss muss man auch diese Seite sehen. Hier veröffentliche ich ausgewählte Meldungen, die im weitesten Sinne Grün sind. Jeder Artikel ist mit einem Datum versehen. Einige Meldungen und Artikel werden nach einiger Zeit bedeutungslos oder von neuen Erkenntnissen überholt. Mit einem Mausklick kannst du die dich interessierenden Beiträge abrufen. Die Angaben sind ohne Gewähr. Panta rhei - alles fließt, aber langsam. Natürlich ist nichts so gut, dass es nicht noch besser werden kann. Deshalb freue ich mich über jedes Feedback

Auf dieser Seite findest du Artikel aus dem Jahr 2001:

  • Gefiederte Nachbarn auf dem Balkon
  • Pflanzen bekämpfen Schädlinge selbst
  • Das Fleißige Lieschen kennt jeder
  • Die Beeren in Nachbars Garten
  • Spaß am Gartenzaun
  • Tiefkühlgemüse aus der Mikrowelle ...
  • Gentech-Pflanzen gegen Welthunger
  • Souvenirs
  • Biologisches Gleichgewicht kontra ...
  • Königin der Nacht
  • Pilze helfen den Pflanzen
  • Grüne Dächer
  • Dachpflanzen-Kläranlage
  • Stechmücken
  • Kraftfutter aus dem Wasser
  • Künstliche Antibiotika
  • Gefahr aus der Pfanne?
  • Die Folgen der Klimaveränderung
  • Waldsterben
  • Genetisch veränderte Pflanzen breiten ...
  • Marienkäfer
  • Für ein langes Leben
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    Bodenbearbeitung

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 29.11.2001
    Durch die Bodennutzung in der Vegetationszeit haben sich die Gartenböden oft so verfestigt, dass eine ausreichende Durchlüftung nicht mehr gegeben ist. Deshalb ist im Herbst eine Lockerung der Krume nötig. Nur so können die Bodenorganismen richtig atmen und ihre biologische Aktivität beibehalten. Eine erzwungene Ruhe würde sich im kommenden Frühjahr nachteilig auf die Zusammensetzung und das Freiwerden der benötigten Nährstoffe und damit natürlich auch auf das Wachstum der Pflanzen auswirken.
    Eine Bodenlockerung vor dem Winter hat außerdem den Vorteil, dass Niederschläge besser aufgenommen und festgehalten werden. Eine gleichmäßige Winterfeuchtigkeit ist die Grundlage für eine ausgeglichene Wasserversorgung in der wichtigen Sä- und Pflanzphase des kommenden Frühjahrs. Auch die lockernde Wirkung des Frostes - die Frostgare - kommt bei Böden, die im Herbst bearbeitet wurden, besser zur Geltung. Bei zu feuchter Böden, könnte die Stabilität der Bodenkruste negativ beeinflusst werden.
    Besonders schwere lehmigen Gartenböden sind für Bodenverdichtungen sehr anfällig. Die günstigste Tiefe der Bodenbelüftung liegt zwischen 15 und 25 cm, also ungefähr spatentief. Bei der Bodenlockerung achtet man darauf, dass kein 'toter Boden' aus tieferen Schichten in die obere Schicht gelangt. Dieser kann an der helleren Färbung erkannt werden. Ein guter, biologisch aktiver Boden weist einen höheren Humusgehalt auf und besitzt daher immer eine dunklere Färbung.

    Aussaat im Winter ist möglich

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 29.11.2001
    Das Vorbild liefert die Natur selbst, fast alle wilden Samen bleiben über Winter im Boden liegen und keimen bei den ersten milden Sonnenstrahlen im Frühjahr. Ein Versuch mit dieser Aussaatalternative eignet sich vor allem für schwere und nasse Böden, die sich im Frühjahr nur langsam erwärmen.. Die Beete werden im Spätherbst tiefgründig gelockert und mit reifem Kompost und etwas Steinmehl verbessert. Anschließend wird eine Mulchlage aus Herbstlaub oder Gartenresten zur Abdeckung aufgebracht.
    Die Aussaat erfolgt erst dann, wenn die ersten leichten Fröste die Bodenoberfläche durchdrungen haben. Bei günstiger Witterung wird dann die Mulchschicht zur Seite geschoben, Saatrillen gezogen und etwas dichter als gewöhnlich ausgesät. Die Rillen werden anschließend geschlossen, angeklopft und wieder mit dem Mulchmaterial bedeckt.
    Natürlich erlauben die kalten Bodentemperaturen kein Keimen mehr, aber die Samen nehmen Feuchtigkeit auf und beginnen zu quellen. Bei entsprechender Bodenerwärmung im Frühjahr beginnt der Keimvorgang. Zur Aussaat eignen sich nur Gemüsearten und Kräuter, die Kälteeinbrüche im Frühjahr gut überstehen. Das sind die Sorten, die auch sonst als wenig frostempfindlich bereits im zeitigen Frühjahr ausgesät werden können. Dazu zählen Radieschen, Karotten, Spinat, Kohlrabi sowie Kopf- und Schnittsalate. Bei den Kräutern kommen Kerbel und Petersilie in Frage.

    Empfindliche Gartenpflanzen im Winter

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 29.11.2001
    Viele Pflanzen in unseren Gärten stammen aus den Mittelmeergebieten. Manche aus noch südlicheren Regionen . Dazu zählen die Stachelaralie (Aralia mandshurica), das Pfahlrohr (Arundo domax) oder winterharte Fuchsien (Fuchsia magellanica). Manche Pflanzen sind auch nur in den jungen Jahren winterempfindlich. Dazu gehören die Großblütige Clematis, der Walnussbaum und die Magnolien. Diese Pflanzen sollten schon an geschützten Stellen, an denen keine kalten Winde wehen, oder sich der Schnee besonders lange hält, stehen. Auch wenn diese Pflanzen als winterhart gehandelt werden, ist es vorteilhaft die Wurzeln mit einer Laubschicht und die Triebe und Knospen durch Tannenzweige, die um die Pflanze gebunden werden, zu schützen.
    Besonders empfindlich sind auch Kübelpflanzen, die im Freien überwintern, da hier der Frost besonders leicht und tief eindringen kann. Die Kübel oder Töpfe müssen einen besonderen Schutz bekommen. Dazu habe ich weiter unten einen Artikel geschrieben.
    Pflanzen, die ihre Blätter nicht verlieren verdunsten auch im Winter Feuchtigkeit. Bei gefrorenem Boden sind die Reserven bald aufgebraucht. Lange schneelose Frostperioden machen unseren Immergrünen besonders zu schaffen. Ich versorge meine Koniferen daher im Herbst, besonders bei sonnigem und trockenem Wetter mit reichlich Wasser. Pflanzen, die erst kürzlich gepflanzt wurden und noch keine ausreichenden Wurzeln gebildet haben, erhalten einen Sonnen- und Windschutz (Drei Holzleisten im Winkel Richtung Mittag vor die Pflanze eingeschlagen und mit einem Tuch z.B. einem alten Bettlaken, bespannen.). Der Boden um diese Pflanzen bekommt einen Mulchschicht.
    Ist die Heimat der Pflanzen in trockenen Regionen, reagieren sie besonders empfindlich auf Winternässe. Hierzu zählen die Iris, die Kugeldistel, winterharte Palmlilien (Yucca) und die Königskerzen. Hier sorgt man schon beim Pflanzen für die Bedürfnisse der Pflanzen. Eine Kiespackung im Untergrund und Sand im Boden lassen das Wasser schnell ablaufen.
    Dachwurz (Sempervivum), die Steinbrecherarten (Saxifraga), die Bitterwurz (Lewisia) und der Lilienschweif (Eremurus) scheuen ebenfalls die Winternässe. Neben der Bodenverbesserung kann man diese Pflanzen auch in Pflanzgefäße setzen und ins Trockene stellen. Die Wurzeln des Lilienschweifs kann man auch wie Dahlienknollen überwintern.

    Bitte denke an die Tiere im Garten

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 27.10.01
    Wer seinen Garten zu sehr putzt, nimmt manchem Getier wichtige Nahrung weg, die es in den kalten Monaten braucht. Gärten brauchen eine naturbelassene Nischen, denn nicht nur die Menschen wollen ernten, auch die Tiere brauchen jetzt die Möglichkeit, noch reichlich Futter aufnehmen zu können, um sich für die nahrungsarme und energiezehrende, kalte Jahreszeit zu stärken. Wie z.B. das Eichhörnchen einen Vorrat für unwirtliche Wintermonate anlegt, in denen es nicht mehr viel zu ernten gibt, sind auch Vögel, Siebenschläfer, Spitzmäuse, Amphibien, Reptilien, Käfer, Spinnen und Igel gut dran, wenn sie in ihrer Nachbarschaft Menschen haben, die bei der Art ihrer Gartenanlage und -pflege deren Bedürfnisse mit bedacht haben. Wichtig für die Tiere sind Gärten mit einheimischen und standortgerechten Stauden und Gehölzen, die unserem Klima angepasst und daher unaufwändig und giftfrei zu pflegen sind. In Gärten, die dekorativ und farbenfroh reiche Frucht tragen gedeihen Heckenrose, Schlehe, Pfaffenhütchen, Haselnuss, Wolliger Schneeball, Roter Hartriegel und Traubenkirsche oder der Wildapfel (Malus sylvestris), Stammvater unserer Gartenäpfel, an dem alleine sich 19 Vogelarten und nicht weniger als 35 Säugetierarten laben.
    Alle, die jetzt ihren Garten winterfest machen wollen, sollten für den Erhalt der Artenvielfalt einen Beitrag leisten. Wichtig: Staudenflora und Gehölze nicht zurückzuschneiden (erst im Frühjahr vor Beginn der Vegetationsperiode), damit die Fruchtstände als Vogelnahrung und für Kleinsäuger erhalten bleiben und Spinnen die Möglichkeit haben, zwischen den Stängeln ihre Netze zu ziehen. Dazu zählt auch, das Laub in den Hecken liegen zu lassen (nach kurzer Zeit haftet es am Boden fest), das die Erde vor Frost und Austrocknung schützt und von Bodenlebewesen bis zum nächsten Frühjahr in eine wertvolle Humusschicht umgewandelt wird.
    Wenn Du dann noch einen Laub-Reisig-Haufen im Garten anbietet und in einer Ecke einige Brennnesselstauden duldest, vielleicht noch ein paar Natursteine aufschichtest, leistest Du einen beträchtlichen Beitrag um die tierischen Mitbewohnern über den Winter zu helfen.
    Danke!

    Die Banane - älter als gedacht

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 27.10.01
    In Westafrika wurden schon vor 2500 Jahren Bananen angebaut - 1000 Jahre früher, als die Wissenschaftler bisher angenommen hatten. Archäobotaniker spürten auf einem historischen Müllplatz in Kamerun mikroskopisch kleine Silikat-Fossilien, sogenannte Phytolithe, auf. Diese mikroskopischen Einschlüsse des Pflanzengewebes lassen anhand von Form und Größe Rückschlüsse auf die ursprüngliche Pflanze zu. Der Archäologe oder Archäobotaniker kann mit ihrer Hilfe rekonstruieren, welche Pflanzen die Menschen früher nutzten, auch wenn die Pflanzen längst verrottet sind.
    Bei näherer Untersuchung stellte sich heraus, dass es sich nicht um Pflanzen der einheimischen Flora handelte. Vergleiche mit der Abessinischen Banane, einer ungenießbaren einheimischen Art der Banane, brachten die Forscher darauf, das es sich bei den Phytolithen um Einschlüsse der Zuchtbanane handelt. Also war die aus Asien stammende Frucht viel früher als angenommen in Afrika kultiviert worden.
    Rätsel gibt den Forschern die Frage auf, wie die Frucht nach Afrika gelangen konnte. Eine zufällige Verbreitung ist auszuschließen, da sie nur über Stecklinge vermehrt wird. Bisher galten die Indonesier als Verbreiter der Banane, als sie im 1. Jahrhundert nach Christus Madagaskar besiedelten. Der Fund beweist aber, das man die Frucht schon 500 Jahre vor Christus in Afrika kannte.

    Verlängerte Vegetationsperiode

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 27.10.01
    Nördlich der Linie von New York über Madrid bis nach Peking wird die Vegetation seit 1981 immer dichter. Dies ist das Ergebnis einer Studie im Auftrag der NASA. Außerdem fanden die Wissenschaftler heraus, dass sich die jährlichen Wachstumsperioden der Pflanzen um mehrere Tage verlängert haben. Ein Zusammenhang mit steigenden Temperaturen ist offenbar, meinen die Forscher.
    Beim Vergleich der Temperaturen und der Satellitendaten über die Vegetation stellten sie fest, dass die jährlichen Änderungen von Pflanzenwachstum und Vegetationsperiode eng mit den jährlichen Temperaturveränderungen einhergehen. Die Wachstumsgebiete, so die Wissenschaftler, hätten sich in den vergangenen 20 Jahren nicht verändert. Erhöht hat sich die Vegetationsdichte.
    Besonders in einem Gürtel von Zentraleuropa über Sibirien bis in die fernöstlichen Gebiete Russlands gedeihen Pflanzen besser denn je. Die jährliche Wachstumsperiode in Eurasien hat sich insgesamt um fast 18 Tage verlängert. Der Frühling dauert eine Woche länger und der Herbstanfang verzögert sich um zehn Tage. Meteorologen zufolge waren die weltweiten Temperaturen 1998 die höchsten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1860.
    Ursache für den Temperaturanstieg und damit für das verstärkte Pflanzenwachstum könnte die höhere Konzentration von Treibhausgasen wie Kohlendioxid sein. Besonders interessant für die Wissenschaftler ist allerdings, wie sich die dichter werdende Vegetation auf die Konzentration von Kohlenstoff in der Atmosphäre auswirkt. Möglicherweise gedeihen die Pflanzen durch die Treibhausgase besser und filtern dadurch mehr Kohlenstoff aus der Luft Jetzt wird weiter geforscht, um festzustellen, wie viel Kohlenstoff absorbiert wird und wie lange dieser Prozess anhält. Für die Untersuchung wurden die Daten von Satelliten sowie mehrerer tausend meteorologischer Messstationen in Eurasien und Nordamerika ausgewertet.

    Zebraspinne

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 27.10.01
    Es kommt immer häufiger vor, dass man beim arbeiten im Garten unbekannte Insekten und andere kleine Tiere entdeckte. Jetzt hörte man häufiger von der so genannten Zebraspinne, die ursprünglich aus Asien stammt und sich mittlerweile auch in unseren Gefilden gut eingelebt hat. Der Körper der Spinne, die sich bevorzugt von Käfern ernährt, ist gestreift und erinnert an das Fell eines Zebras. Dieser Zeichnung verdankt sie ihren Namen.

    Möglicher Schaden durch hormonähnliche Schadstoffe an Pflanzen

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 27.10.01
    Hormonähnliche Schadstoffe in der Umwelt können neben dem Menschen auch Pflanzen schaden. Sie greifen in die Zusammenarbeit zwischen Pflanzen und ihren Stickstoff bindenden Helfer-Bakterien ein. Das berichten amerikanische Biologen. Die Bakterien fixieren Stickstoff aus der Luft und machen ihn für die Pflanzen zugänglich.
    Wissenschaftler von der Tulare Universität in New Orleans (USA) hatten die Wirkung hormon-ähnlich wirkender Chemikalien auf das Zusammenleben der Luzerne Alfalfa und ihre Wurzelbakterien untersucht. Die Forscher fanden, dass die Signalprozesse zwischen den Pflanzen und den Bakterien durch Schadstoffe, die ähnlich wie das Hormon Östrogen aufgebaut sind, ebenso gestört werden wie innerhalb tierischer Zellen

    Ozonloch und Südpolvegetation

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 27.10.01
    Auf einem wissenschaftlichen Antarktis-Kongress in Amsterdam wurde eine Studie vorgestellt, die belegt, dass die Vegetation der Südpolgebiete weniger unter dem Ozonloch leidet, als bisher angenommen. Durch Zerstörung der Ozonschicht nimmt die Strahlenbelastung durch UV-B-Strahlung am Erdboden zu. Der Studie zufolge wirkt sich dieser Vorgang jedoch nicht auf die Photosynthesen der Pflanzen aus. Die Forscher fanden nur geringen DNA-Schäden, die gewissermaßen über Nacht heilten. Die Wissenschaftler vermuten, dass sich die Pflanzen wappnen, indem sie sehr schnell eine Art natürlichen Sonnenschutz aufstellen. Man fand heraus, dass Moose, Leberblümchen und andere arktische Pflanzen innerhalb von 24 Stunden große Mengen an Sonnenschutz-Pigmenten und Carotinoiden herstellen konnten. Diese Stoffe blockieren einerseits die UV-Strahlen und binden außerdem schädliche freie Sauerstoff-Radikale.
    Man vermutet, dass die antarktische Flora über einen solchen Überlebensmechanismus verfügt, da sie im Sommer in der südlichen Hemisphäre auch schon vor Entstehen des Ozonlochs einer hohen UV-Strahlung ausgesetzt war. Eine andere Theorie nimmt an, dass sich die Pflanzen der Antarktis innerhalb der letzten 25 Jahre an das Ozonloch angepasst haben. Arten, die dazu nicht in der Lage waren, hätten wahrscheinlich nicht überlebt.
    US-Forscher fanden dagegen heraus, dass sich die Meeresvegetation offensichtlich weniger gut gegen die Strahlung schützen kann und die optimistischen Beobachtungen hier nicht gelten. Sie haben ermittelt, dass die Photosynthese bei Phytoplankton und andere Kleinstlebewesen im Meer unter dem intensiven UV-Licht leidet.

    Laubhecken

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 27.10.01
    Jeder Garten hat seine Grenze. Die Gestaltung richtet sich nach den Vorstellungen seines Gärtners. Im allgemeinen wünscht man sich den Garten als Oase, in der man sich ungestört fühlt. Der Gartenzaun ist eine Barriere, kein Sichtschutz. Viele Gartenbesitzer gestalten darum lebende Zäune. Dies hat eine lange Tradition. In England teilen säuberlich geschnittene Hecken das Gelände in Räume ein, die nur durch türartige Unterbrechungen verbundenen sind. Ob die grünen Wände vor Einblicke oder kalten Winden schützen sollen, sie dahingestellt, auf jeden Fall schaffen sie ein günstiges Kleinklima und bilden eine ideale Kulisse für Blumenbeete.
    Welche Gehölze für eine geschnittene Hecke in Frage kommen, hängt zuallererst vom vorhandenen Platz ab. Formschnitthecken aus Buchs, Berberitze oder Liguster erreichen eine Breite von nur 50 bis 80 Zentimetern. Der regelmäßig erforderliche Schnitt bedeutet jedoch einen beträchtlichen Arbeitsaufwand. Während sich Buchs und Berberitze recht niedrig, auf Hüfthöhe, halten lassen, sollten geschnittene Hecken aus Rotbuche, Hasel oder Liguster höher, also mindestens mannshoch wachsen können. Gerade bei Liguster bietet es sich an, den unteren Bereich der Hecke schmal zu halten und regelmäßig zu schneiden, während der obere Teil sich einigermaßen frei entwickeln kann. Liguster zählt zu den einheimischen Gehölzarten. Die schwarzen Beeren, die meist nur an ungeschnittenen Teilen der Pflanze zu finden sind, sind für den Menschen zwar ungenießbar, doch bedeuten sie für die heimischen Singvögel eine der wichtigsten Nahrungsreserven während der Wintermonate. Der Bereich vor Hecken stellt eine unschätzbares Rückzugsgebiet für Insekten, Vögel und kleine Säugetiere dar. Dort finden sie Nahrung und Unterschlupf, dort wächst im schützenden Dickicht der Nachwuchs heran. Auf in Reihen gesetzte Säulenwacholder, Lebensbäumen oder Scheinzypressen trifft dieses nicht zu. Koniferen sind ökologisch steril. Wer einen belebten Garten will, mit Wildbienen, Schmetterlingen, Käfern und Singvögeln, entscheidet sich am besten für eine gemischte Hecke aus einheimischen Gehölzen. Leider sind viele unserer Waldrand- oder Heckengehölze wie Haselstrauch, Traubenkirsche, Vogelbeere, Holunder oder Feldahorn für die Ausmaße eines Haus- oder Kleingartens zu groß. Besser schon eignen sich Pfaffenhütchen, Hartriegel (Kornelkirsche), Liguster, Schlehdorn und Weißdorn. Diese Sträucher erreichen aber immer noch drei Meter Höhe und nehmen eine Breite von mindestens zwei Meter ein. Natürlich sollte man auch einige frühjahrsblühende Sträucher beimischen. Sie sind zwar nicht einheimisch, aber doch schon nicht mehr aus unseren Gärten wegzudenken. In Frage kommt die im Mai anhaltend blühende Weigelie mit ihren rosa bis pinkfarbenen Röhrenblüten. Die noch bessere Alternative stellt auf schattigen oder trockenen Plätzen die äußerst robuste Kolkwitzie dar. Auch sie blüht wochenlang mit ihren rosa Blütenröhren. Besonders beliebt ist der Sommerflieder, der sich erst im Juli oder August mit prächtigen Blütenrispen in Weiß oder in violetten bis roten Tönen schmückt. Seine Bezeichnung als Schmetterlingsstrauch rührt daher, dass er an sonnigen Tagen fast immer von Schmetterlingen umschwärmt wird. Allerdings lässt die Wuchsform des Schmetterlingsstrauches häufig zu wünschen übrig, und er ist schwer zu bändigen.
    Die Felsenbirne hat viele gute Eigenschaften. Sie bezaubert im Frühjahr durch den kupferfarbenen Blattaustrieb, ziert lange mit ihren fragilen weißen Blüten, wächst locker und bringt sich im Herbst noch einmal mit einer prächtig roten Herbstfärbung in Erinnerung. Aus den schwarzen Beeren kann man Marmelade oder Säfte herstellen. Man kann sie aber auch den Vögeln für den Winter überlassen. Die beiden heimischen Schneeballarten, der Wollige und der Gewöhnliche Schneeball, gelten als Magneten für Blattläuse und gefräßige Schmetterlingsraupen. Mehr Freude bereiten auf Dauer der Koreanische Schneeball (Viburnum carlesii) und der Duftende Schneeball (Viburnum farreri). Beide bringen ihre dichten, weißlich-rosa Blütendolden schon im ausgehenden Winter hervor. Eine Sensation zu dieser Zeit, zumal sie intensiv duften. Der Duftende Schneeball verträgt sogar einen Formschnitt, was allerdings zu Lasten der Blütenfülle geht.
    Natürlich kann man sich auch entschließt eine Reihe mit nur einer Gehölzart zu pflanzen. Eine Hecke nur aus Weigelien, Kolkwitzien oder gar aus Flieder bietet zum Zeitpunkt ihrer überschwänglichen Blüte einen überwältigenden Anblick. Dagegen gibt uns eine Mischung aus verschiedenen Arten die Gewähr, dass über Wochen oder Monate verteilt immer etwas blüht. Für Lücken in der Hecke, aber auch als Vorpflanzung zu höher oder langsam wachsenden Gehölzen eignen sich Maiglöckchensträucher und die Spiräen. Von beiden gibt es jeweils verschiedene Arten mit vielen Sorten, sodass man zwischen unterschiedlichen Wuchsformen und vor allem Wuchshöhen wählen kann.
    Für trockene Standorte oder für Hecken am Hang sollte man auf Trockenheit verträgliche Gehölze Wert legen. Sanddorn mit seinen an Vitamin C reichen, orangefarbenen Früchten, die verschiedenen Ölweiden oder Ginster und Besenginster entwickeln an trockenen Plätzen hervorragende Hecken. Sie alle werden nicht zu hoch und sind ungemein dekorativ - Sanddorn und Ölweiden des grauen Laubes wegen, die Ginster wegen der dicht mit Schmetterlingsblüten in Weiß, Gelb oder Rot besetzten Triebe.
    Ist nur ganz wenig Platz reicht es auf jeden Fall für eine Reihe aus Johannisbeeren, Stachelbeeren, Zierquitten oder Spindelstrauch. Ein weiterer Vorschlag ist ein 80 Zentimeter breiter Streifen für Kartoffelrosen (Rosa rugosa), Hortensien, Färberginster, Bartblume oder Fingersträucher. Dann sollte man aber bei einer verwendeten Art oder Sorte bleiben, damit die niedrige Einfassung tatsächlich als solche zur Wirkung kommt.
    Und dort, wo ein Gärtchen nun wirklich überhaupt keinen Platz zu verschenken hat, könnte man den Zaun einfach den Sommer über beranken lassen: mit Kapuzinerkresse, Zierkürbissen, Staudenwicke und Feuerbohne. Sie alle wachsen zuverlässig und sorgen für eine fröhlich bunte Wand.

    Borkenkäfer

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 25.09.01
    Die Trockenheit im Sommer hat sich auf die Vitalität der Waldbestände in Kärnten negativ ausgewirkt Die Anzeichen sind unübersehbar: Auf Südhängen verfärben sich Laubhölzer besonders früh und auch die Nadeln der Fichten spiegeln den Stress der Pflanzen wider. Schon ist in Unterkärntner Fichtenbeständen der Befall durch Borkenkäfer feststellbar. Der Wald lässt sich Zeit beim Krankwerden. Manchmal dauert es ein oder auch mehrere Jahre, bis schädigende Ursachen zu den entsprechenden Symptomen führen. Für nächstes Jahr ist bereits eine Vorschädigung vorhanden. Durch lang anhaltende Trockenheit wurde der Oberboden rissig, es entstehen Feinwurzelschäden, die ihre Auswirkungen erst in den Folgejahren zeigen.
    Die so genannten Feinwurzeln sorgen für den "Blutdruck" der Bäume. In der Baumkrone wird Flüssigkeit transpiriert, dadurch entsteht in den "Adern" des Baumes ein Unterdruck, durch den das Wasser aus den Wurzeln in die Höhe befördert wird. Trockenheit und Risse machen den Baum anfällig für Pilzinfektionen - und den Borkenkäfer. Der hat darauf nur gewartet.
    Der Käfer riecht das Harz, das ihm einen schwachen Baum anzeigt. Bohrt er sich in einen gesunden Baum, dann ersäuft er im Harz. In einem kranken Baum kann er überleben. Und entfaltet erstaunliche Aktivitäten: Das Käfermännchen baut eine "Rammelkammer" und lockt mit Hormonen Weibchen an, und andere Männchen zu dem bezugsfertigen Baum. Die Weibchen bohren Muttergänge, in die sie die Eier legen. Aus denen werden Larven, die sich - immer dicker werdend - durch die Borke fressen. Diese Gänge sind sehr dicht, Pilzinfektionen kommen hinzu, bis sich die Borkenstücke großflächig heraus lösen.
    Wie schlimm die Folgen werden, wird wesentlich vom Frühjahrswetter abhängen. Und von den Waldbesitzern selbst: Wie viel bruttaugliches Material sie im Wald lassen. Sicher ist man nie: Selbst der stärkste Baum geht unter, wenn er pro Tag von Hunderten Borkenkäfern attackiert wird. Die können bei günstigen Winden schon 'mal 500 Höhenmeter überwinden und überstehen sogar 50 Grad minus.

    Miniermottenbefall

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 25.09.01
    Kastanienlaub soll wegen des erneut starken Miniermottenbefalls nicht kompostiert, sondern über die Restmüllsammlung der Müllverbrennung zugeführt werden. In Gegenden, in denen im vergangenem Jahr derartig vorgegangen wurde sind in diesem Jahr die Bäume erst sehr viel später von den Motten befallen worden. Auch Privatgärtner sollten beim Aufsammeln des vertrockneten Laubes mithelfen, damit sich die Mottenlarven nicht weiter entwickeln können. Zwei Regeln müssen beachtet werden: Laub von Straßenbäumen, aber auch von befallenen Bäumen im eigenen Garten muss aufgesammelt werden und in der Restmülltonnen entsorgt werden. Wer auf das Kompostieren nicht verzichten will, solle entweder Kalkstickstoff benutzen, oder das Laub mit einer zehn Zentimeter hohen Erdschicht bedecken, damit sich die Mottenlarven nicht zu flugfähigen Insekten entwickeln können.
    Experimente, der Mottenplage mit chemischen Mitteln Herr zu werden, haben bislang noch nicht zu Ergebnissen geführt. Von den Motten gehe für die Bäume keine ernste Gefahr aus. Auch die Standfestigkeit der Kastanien werde durch den Mottenbefall nicht beeinträchtigt. Bei Neupflanzungen muss man allerdings reagieren. Es sollten nur noch rot blühende Kastanienbäume gesetzt werden, in denen sich die Larven nicht entwickeln können.

    Verseuchte Böden

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 25.09.01
    Pflanzengenetiker der Purdue University in West Lafayette identifizierten die Gene, die für die Aufnahme von Metallen beim Pflanzenwachstum verantwortlich sind. Böden, die mit Schwermetallen verseucht sind, könnten so in Zukunft durch den Anbau von speziellen Grüngewächsen gereinigt werden. Wie gemeldet wurde, soll eine Bodensanierung mit diesen Genpflanzen deutlich einfacher und günstiger ausfallen als mit den bisherigen Reinigungsmethoden.
    Nun versucht man diese Gene in das Erbgut bestimmter Pflanzen einzubauen, um diese zum Speichern von Metallen anzuregen. Sie entdeckten die Gene bei der Wildpflanze Thlaspi goesingense, die in den österreichischen Alpen vorkommt. Diese Pflanze speichert das im Boden enthaltene Metall Nickel in hohlförmigen Zellen bis zu ein Prozent Nickel im Verhältnis zu ihrer Biomasse. Da es insgesamt rund 350 Arten gibt, die Metalle wie Zink, Kupfer, Cadmium oder Mangan beim Wachstum aufnehmen, hoffen die Forscher, für jede Art der Bodenverseuchung spezielle Reinigungspflanzen entwickeln zu können.
    Den Grund für diese herausragende Eigenschaft liegt vermutlich darin, dass sich die Pflanzen durch die hohe Metallkonzentration vor der Fressgier der Insekten schützen wollen. Auch radioaktive Substanzen könnten mit diesen Pflanzen aus den Böden gefiltert werden. Lässt man solche Pflanzen fünf bis zehn Jahre wachsen, könnten die Böden gesäubert sein. Im Vergleich zu den bisher angewendeten Verfahren wäre diese so genannte Bioremediation sehr viel günstiger und einfacher einzusetzen.

    Von Hans Moser zur Reblaus

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 25.09.01
    Dieser Schritt ist für Menschen, die alte Filme kennen nicht groß. Und doch hat das Ganze einen Schönheitsfehler, denn dieses zwei Millimeter große Insekt vergreift sich lieber an Weinblättern und -wurzeln. Rebläuse haben nämlich mit den Früchten des Weinstocks nichts zu schaffen, sie saugrüsseln vielmehr an Blättern oder - und dann sind sie besonders gefährlich - an den Wurzeln der Pflanzen.
    Dabei kommt es darauf an ob sie als Blattgallenläuse oder Wurzelläuse aus dem Ei schlüpfen. Die Vermehrung von Viteus vitivolii ist nämlich eine komplizierte Sache, aus dem Winterei schlüpft zunächst eine so genannte Stammmutter, Fundatrix genannt. Ohne sich zu paaren erzeugt die Fundatrix Nachkommen mittels so genannter Parthenogenese - Jungfernzeugung. Die rund 1,5 Millimeter großen Gallenläuse leben oberirdisch und bringen ebenfalls durch Parthenogenese Nachwuchsschmarotzer zur Welt - in unserem Klima bis zu vier Generationen. Die späteren Generationen drängen zunehmend auch zu den Wurzeln, diese Tiere sind mit 1,35 Millimeter etwas kleiner, und werden Wurzelläuse genannt.
    Die Wurzelläuse sind es auch, die im Herbst eine ausnehmend hübsche, geflügelte Generation zur Welt bringen. Diese wiederum erzeugen dann Männchen und Weibchen, die befruchteten Wintereier überwintern beispielsweise in einer Rindenritze. Dass je nach Witterung bisweilen nicht alle möglichen Zyklen durchlaufen werden, stört die Reblaus-Populationen offenbar nicht nachhaltig.
    Eingeschleppt wurde die Reblaus Mitte des 19. Jahrhunderts aus Amerika nach Frankreich und England und breitete sich innerhalb weniger Jahrzehnte auf den ganzen Kontinent aus. Tödlich für die europäischen Weinstöcke sind dabei nicht die Gallenläuse, sondern die Wurzelläuse. Die saugenden Insekten verursachen knotige Wunden an den Wurzeln, letztendlich gehen die Pflanzen mangels Nährstoffen ein.
    Chemische Bekämpfungsmaßnahmen sind nicht wirklich erfolgreich. Die Rettung der europäischen Weinseligkeit kam ebenso wie der Schädling selbst aus Amerika. In Übersee sind die Wildreben nämlich gegen die Reblaus resistent, Laus und Rebe haben sich im Laufe der Evolution aufeinander eingestellt. So kamen die Winzer auf die Idee, auf amerikanische, resistente Wurzelstöcke die europäischen Edel-Reben zu "pfropfen". Diese Methode wird bis heute mit Erfolg angewendet. Die Reblaus wurde damit zwar nicht ausgerottet, kann aber in Weingärten kaum größere Schäden anrichten.

    Randbemerkung

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 25.09.01
    Einen sonnenreichen Herbst nennt man Altweibersommer. Im feuchtdunstigem Sonnenlicht kann man dann glitzernde Fäden durch die Luft schweben sehen, die an das silberne Haar einer alten Frau erinnern. Diese Fäden sind nichts anderes als junge Spinnen, die an einem langen Faden, vom Wind getragen, am frühen Herbstmorgen ihre Reise zum Winterquartier antreten.
    Ende September, bei freundlichem Wetter, wenn die Sonne durch die Blätter scheint erfreuen wir uns an den vielen Farben des herbstlichen Laubes. Von Gelb bis Dunkelrot geht die Palette, die uns die Natur auf das Laub zaubert. Die grünen Blätter des Ahorn färben sich gelb. Die Rotbuche trägt besonders im Herbst ihren Namen zu Recht. Die Blätter schillern wunderschön in blutroten Tönen. Der Spitzahorn zeigt die ganze Palette der Rotfärbung.
    Wie entsteht aber die Rotfärbung des Laubes? In geringen Mengen ist dieser Farbstoff immer in den Blättern vorhanden, wird aber vom grünen Chlorophyll überdeckt. Sind die Nächte kühl und schein danach die Sonne reichern sich die Blätter mit dem zuckerhaltigen, roten Farbstoff an. Das geschieht, weil der Transport in die anderen Pflanzenteile verringert wird. Die Blätter fallen ab. Es ist Herbst.

    Vor 700 Mio. Jahren

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 25.09.01
    Bisher glaubte man, Pflanzen seien vor rund 420 Millionen Jahren dem Wasser entwachsen. Eine neue US-Studie datiert den Beginn des "Landlebens" jetzt jedoch rund 300 Millionen Jahre vor. Die Wissenschaftler der Pennsylvania State University datieren das Alter der ersten Landpflanzen in Form von Moosen auf 700 Millionen Jahre und die ersten Landpilze in Form von Flechten gar auf 1,3 Milliarden Jahre. Stimmen diese Zahlen tatsächlich, so ergeben sich daraus völlig neue Informationen zu klimatischen Bedingungen und zur Entwicklung von höherem Leben auf den Landflächen der Urzeit-Erde.
    Die bisherige Zahl von rund 420 Millionen Jahren als der Entstehungszeit der ersten Landpflanzen resultierte aus den ältesten bekannten Fossilienfunden von Landpflanzen, die in etwa dieses Alter haben. Es handelt sich um kleine, sehr einfache Pflanzenformen, um unbeblätterte, sich gelegentlich gabelnde, rundliche, glatte Sprosse mit einem zentralen Leitstrang. Diese Sprosse besaßen Spaltöffnungen und waren von einer sehr resistenten Schicht umgeben, um Austrocknung zu verhindern. Sie trugen endständige Sporangien, in denen die für die Erhaltung und Verbreitung der Pflanze notwendigen Sporen gebildet wurden. Tatsächlich glaubten jedoch viele Biologen bereits, dass sich die ersten Landpflanzen weitaus eher entwickelt haben könnten. Deren Struktur sei jedoch zu fein und weich gewesen, als dass sie sich in Fossilienform habe erhalten können. Die Evolutionsbiologen untersuchten die Gene von verschiedenen Pilze sowie eines Mooses, einer höheren Pflanze, einer grünen Alge und zweier Hefepilze. Dabei suchten sie nach Genen, die sich als so genannte "Molekulare Uhr" eignen, da sie in relativ regelmäßigen Abständen mutieren. Da Mutationen in regelmäßigen Abständen stattfinden, sobald eine neue Spezies entstanden ist, kann man diese verwenden, um die Entstehungszeit einer Art genau zu datieren. Die Anhäufung der Mutationen im Erbgut der untersuchten Pflanzen lässt nach Meinung der Forscher auf das weitaus höhere Alter der ersten Landpflanzen und -Pilze schließen.
    Damit ist möglicherweise auch geklärt, wie es vor rund 650 Millionen Jahren zu einem plötzlichen Anstieg von Sauerstoff und einer weit verbreiteten Vergletscherung (dem so genannten "Schneeball-Erde"-Effekt) kommen konnte. Die ersten Landpflanzen haben vermutlich zu dieser Entwicklung beigetragen. Sie beeinflussten das Erdklima entscheidend, indem sie der Atmosphäre Kohlendioxid entzogen und Sauerstoff zufügten und so die Vergletscherung zumindest mit auslösten. Damit haben diese Pflanzen auch eine entscheidende Rolle für die so genannte Kambrische Explosion gespielt: Tierisches Leben entwickelte sich damals geradezu explosionsartig.

    Moore

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 25.09.01
    Moore sind Rückzugsgebiete für seltene Tiere und Pflanzen und sorgen gleichzeitig als natürliche Speicher für einen intakten Wasserhaushalt. Bäume ziehen zuviel Wasser und können Moorflächen regelrecht trocken legen. Ein intaktes Moor benötigt vor allem viel Sonne. Drei schützenswerte Pflanzenarten sind es in erster Linie, die auf das feuchte Umfeld eines Moores angewiesen sind. Da ist zum einen die Leitpflanze schlechthin, das Torfmoos, das aufgrund seines Aufbaus in der Lage ist, innerhalb seiner Zellen und zwischen den Zweigen und Blättern wie ein Schwamm große Mengen Wasser zu speichern. Torfmoose wachsen in dichten Polstern und können riesige Flächen bedecken. Jedes Jahr wachsen die Pflanzen weiter in die Höhe, verzweigen sich, während sie nach unten durch zunehmenden Lichtmangel absterben und langsam vertorfen. Der eigentliche Torf wird also hauptsächlich von den Torfmoosen gebildet.
    Bestens angepasst an die nährstoffarme Umgebung eines Moores ist auch der Rundblättrige Sonnentau. Die fleischfressende Pflanze fängt sich mit Hilfe der klebriger Drüsenhaare Insekten, die sie verdaut, um sich so die zum Wachsen notwendigen Nährstoffe zu beschaffen. Schließlich gehört das Wollgras zu den typischen Moorpflanzen. In großen dichten Polster ist es anzutreffen. Es trägt im Sommer einen weißen, wolligen Schopf.
    Zu den Tieren im Moor gehören der Moorfrosch und verschiedene Libellenarten, die im feuchten Umfeld optimale Lebensbedingungen antreffen. Auch der seltene Schwarzstorch, der im Gegensatz zu seinem weiß gefiederten Kollegen auf Bäumen nistet, profitiert vom Moor: Die dort lebenden Frösche stellen eine wichtige Nahrungsquelle für ihn dar.
    Viele Moore wurden in der Vergangenheit durch menschliche Eingriffe, wie Torfstich oder Entwässerung, verändert. Heute werden diese Flächen teilweise wieder renaturiert.

    Männliches im Garten nur bedingt gefragt

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 16.09.2001
    Die Überschrift kratzt an meiner Eitelkeit. Gemeint sind natürlich die Pflanzen und hier die zweihäusigen Pflanzen. Denn nur die weiblichen Arten tragen Früchte und darauf kommt es ja meistens an. Die meisten von uns denken gar nicht an die zwei Geschlechter, wenn sie beim Gärtnern sind. Wer Blumen pflanzt, dem könnte die Fortpflanzung schon in den Sinn kommen. Aber obwohl Blumen Weibliches und Männliches enthalten, fällt uns im Alltag doch eher ihre Schönheit auf und nicht ihre Funktion.
    Stärker bewusst wird uns das Thema des Weiblichen und Männlichen dann allerdings, wenn unser Garten zweihäusige Pflanzen beherbergt. Bei Kiwi-Stöcken oder Wacholderbüschen können wir nur auf Früchte hoffen, wenn es sich um weibliche Pflanzen handelt. Bei den Männern gibt es demgegenüber nichts zu ernten. Die Auftrennung der Fortpflanzungsorgane auf zwei verschiedene Individuen (Zweihäusigkeit) verleiht der entsprechenden Pflanzenart nach den Erkenntnissen der Biologen einen langfristigen Wettbewerbsvorteil, weil Selbstbefruchtung mit Sicherheit vermieden wird und das Erbgut besonders vielfältig kombiniert wird. Dadurch entstehen neue Stämme mit neuen Eigenschaften. Wenn sich die Umweltverhältnisse verändern, kann sich die Art daher besser an die neue Situation anpassen und leichter überleben.
    Zweihäusige Arten haben stammesgeschichtlich bessere Zukunfts-Chancen. Der Gärtner kümmert sich freilich wenig um das langfristige Überleben von Arten. Er möchte lieber kurzfristig viel Früchte ernten und betrachtet daher die männlichen Pflanzen als notwendiges Übel. Wenn schon Gartenplatz für ein "Kiwi-Männlein" geopfert werden muss, dann soll es ein schlechter, schattiger Platz sein, damit die geschützte Hauswand frei bleibt für das fruchttragende Geschlecht. Und auch die Kompostgabe bleibt für die weiblichen Pflanzen reserviert, welche die gärtnerischen Anstrengungen mit einer guten Ernte belohnen. Noch lieber hätte man gar kein "Männlein" im Garten. Die künstliche Besamung ist aber erst bis zum Rindvieh vorgedrungen.
    Bei den zwittrigen Blüten sind die Fortpflanzungsorgane beider Geschlechter in jeder einzelnen Blüte vereinigt. Apfelbäume und Tulpen zum Beispiel enthalten in jeder Blüte sowohl männliche Staubblätter als auch weibliche Narben und Fruchtknoten zur Aufnahme des befruchtenden Blütenstaubes. Hier besteht weder Möglichkeit noch Anlass, die männliche Seite geringschätzig zu behandeln. Denn die Staubblätter tragen dazu bei, aus den Blüten kunstvoll geformte Gebilde zu machen, wie etwa bei der Zichorie, und sie bringen auch zusätzliche leuchtende Farben in die Blüten, etwa beim Krokus. Nach dem Geschmack vieler Blumenfreunde sind die "gefüllten" Blumen besonders schön. Deren zusätzliche Kronblätter sind nichts anderes als umgewandelte Staubblätter. Wer also "gefüllte" Malven besonders mag, müsste für deren zusätzliche Schönheit dem Männlichen eine moralische Gutschrift gewähren.
    Auffallend ist Männliches und Weibliches im Garten aber wieder im Falle der einhäusigen Pflanzen mit nicht-zwittrigen Blüten: Hier wachsen die männlichen und weiblichen Blüten zwar auf der gleichen Pflanze, aber sie stehen an getrennten Stellen. So ist es beim Nussbaum und bei der Edelkastanie, aber auch bei Zucchini, Gurken und Kürbissen. Von den Nuss- und Kastanienbäumen möchten wir im Frühjahr wissen, ob sie in diesem Jahr viele Nüsse und Kastanien tragen werden. Da interessieren wir uns dann gar nicht für die vielen auffälligen männlichen Blütenstände und suchen vielmehr die Äste sorgfältig ab auf die kleinen, aber feinen weiblichen Blüten. Und wenn die größeren gelben Blüten der Zucchini, Gurken und Kürbisse auftauchen, so prüfen wir kritisch, ob sich hinter der Blüte nur ein lumpiger männlicher Stiel verbirgt oder aber die Verdickung eines weiblichen Fruchtknotens als Vorbotin der künftigen Frucht.
    Dabei sind wir immer ein wenig ungehalten über die Überfülle an männlichen Blüten, und einige Gärtner finden, die Natur könnte schon noch etwas verbessert werden, indem das Männliche auf das absolut Notwendige zurückgestutzt würde. Dann könnten die Bäume ihre Lebenskraft auf Nützliches konzentrieren. So bedenklich das tönt: Heutige Züchtungsmethoden gehen in diese Richtung. Detaillierte Kenntnisse über die Erbsubstanz erlauben es, Pflanzen so auf optimale Produktionsprozesse auszurichten. Mit zu diesen Bestrebungen gehört, überflüssige Männlichkeit zu beseitigen, damit die Kosten für das verkäufliche Produkt sinkt. Wer keinen Platz einsetzen muss für männliche Kiwipflanzen, kann mehr Früchte produzieren.

    Nicht Marktfähig

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 16.09.2001
    Kopfsalat bildet sieben Mal mehr Vitamin C als gewöhnlich, wenn ihm einige Rattengene eingebaut wurden. Dies berichtet das Institut für Pflanzenphysiologie, Pathologie und Wildkrautforschung der Polytechnischen Universität Virginia.
    Die Idee entsprang der Überlegung, dass Seemänner einst an der Vitaminmangelkrankheit Skorbut erkrankten, nicht jedoch die Ratten auf den Schiffen. Sie können Vitamin C selbst bilden. So verpflanzte das Team die Gene der Ratte, die für die Produktion des Vitamins zuständig sind, in Kopfsalat.
    Laut Forschern konnte der Vitamin C-Gehalt um 700 Prozent gesteigert werden. Über den Erfolg der Manipulation waren die Forscher überrascht, da man bislang davon ausging, dass sich Pflanzen- und Tiergene nicht miteinander vertragen.
    Man glaubt aber, dass sich ein mit Rattengenen behandelter Salat nicht auf dem Markt durchsetzen wird. Deshalb sucht seine Forschergruppe nun nach anderen Möglichkeiten, den Vitamin-C-Gehalt in Pflanzen zu steigern.

    Schlechte Böden, gepökelte Tomatepflanzen, Kritik

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 16.09.2001
    Etwa drei Milliarden Menschen weltweit leiden an einem Mangel an Mineralstoffen. Als Grund zählt der geringe Mineralstoffgehalt von Getreideprodukten, die vielen Menschen als Hauptnahrungsmittel dienten. Die Wissenschaft setze daher auf die Gentechnik, um gezielt mineralstoffreichere Sorten zu züchten. Mineralstoffe sind sowohl zum Körperaufbau als auch für das Funktionieren des Organismus lebenswichtig. In diesem Zusammenhang diskutiert man, wie auch ohne Bewässerung bessere Erträge zu erzielen sind. Wasser ist nicht der einzige Faktor, der das Wachstum von Pflanzen vorantreibt. Winzige Mineralstoffgaben reichen aus, um das Pflanzenwachstum erheblich zu erhöhen. Ernährungssicherheit kann auch erzeugt werden, indem Pflanzen gezüchtet werden, die mit der zunehmenden Bodensäure und -versalzung besser zurechtkommen. So ist Mais entwickelt worden, der auch in sauren und aluminiumreichen Böden gedeiht.
    Gemüsepflanzen vertragen versalztes Milieu nicht. Salz in hoher Konzentration zieht nämlich das Wasser aus den Wurzeln, die Pflanzen trocknen aus und gehen ein. Forscher von der Universität von Kalifornien in Davis haben gemeinsam mit ihren Kollegen von der Universität von Toronto Gemüse gezüchtet, das selbst in versalzenen Böden gedeiht Sie haben Tomaten ein salzfreudiges Gen eingepflanzt. Bei dem nützliche "Transport-Gen" handelt es sich um ein Protein, das Salz innerhalb der Zelle in bestimmte Bereiche, die Vakuolen, transportiert. Dort sitzt das Salz wie hinter Gittern, es kann die anderen Zellfunktionen nicht mehr stören. Das Salz bleibt in den Blättern, daher schmeckt die Tomate nicht salzig. Über die gesundheitliche Unbedenklichkeit werden die Aufsichtbehörden bei Bedarf entscheiden.
    Die gentechnisch veränderte Pflanze wächst sogar in Böden, deren Salzgehalt bis zu 50mal höher ist, als es normalerweise der Fall ist. Wenn Freilandversuche erfolgreich verlaufen, könnten in etwa drei Jahren die ersten Salz liebenden Tomatenpflanzen auf dem Markt sein. Das ist besonders für regenarme Gegenden wichtig, in denen viel gewässert werden muss. Denn das verwendete Wasser enthält möglicherweise zu viel Natrium-, Kalzium- oder Magnesiumsalze, die sich im Laufe der Zeit im Boden ansammeln. Laut amerikanischem Landwirtschaftsministerium gehen auf diese Weise weltweit jährlich etwa zehn Millionen Hektar fruchtbaren Bodens verloren, das ist etwa ein Fünftel der Fläche Kaliforniens. Versuche, Gemüse zu züchten, das auf Salzböden gedeiht, schlugen bisher fehl.
    Die künstliche Veränderung des Erbguts von Pflanzen wird von Umweltschützern kritisiert, weil die Übertragung der Veränderungen auf andere Organismen nicht ausgeschlossen werden kann und die Folgen der Veränderungen unabsehbar sind. In den USA sind schon 40 bis 50 Prozent der Maisflächen mit gentechnisch verändertem Material bepflanzt. Nach Ansicht von Umweltexperten werden durch die Zulassung von neuen Pflanzen, trotz strengerer Auflagen auch in Europa immer mehr Genpflanzen, als Folge "geringfügiger Durchmischung" mit herkömmlichem Saatgut verbreitet.

    Südwestengland beheimatet das weltgrößte Gewächshaus

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 16.09.2001
    In Cornwall verwöhnt die Briten, die feuchtkaltes Wetter gewöhnt sind, nun das weltgrößte Treibhaus mit feuchttropischem Klima. Im Garten Eden nahe St. Austell an der englischen Kanalküste wachsen bei 40 Grad Celsius Bananen, Ananas, Kichererbsen, Gewürze jeder Gattung, Kaffee- und Kakaosträucher. Reisfelder und Teeplantagen leuchten in frischem Grün, durchsetzt von den fantasievollsten Farbkombinationen afrikanischer, ozeanischer und asiatischer Pflanzenwelten.
    Die weltgrößte Biosphärenanlage mit ihren drei Klimazonen soll zum Wohlbehagen beitragen, aber auch wissenschaftlicher Lehrpfad sein. Der fast 200 000 Kubikmeter große Ausstellungsraum ist von über 600 freitragenden Hexagonen aus lichtdurchlässigem Plastik überdeckt, ähnlich einer Bienenwabe. Im Inneren der kugelförmigen Hallen liegen fast zwei Millionen Tonnen Erde, vermischt mit 100 000 Tonnen Kompost. Die Bäume und Pflanzen, die darauf wachsen, kamen per Schiff aus Übersee. Alle künstlichen Wachstumsförderer, insbesondere Chemie, sind im "Eden Project" verpönt. Schädlinge sollen auf natürlichem Weg, durch Vögel, Insekten und Reptilien, bekämpft werden. Aus unzähligen Düsen strömt rund um die Uhr monsunartige Feuchtluft, ohne die Mangos, Kokosnüsse und Palmen kläglich zugrunde gingen. Im Garten Eden sind 100 000 Pflanzen ausgestellt. Ein erstes Treibhaus zeigt die Vielfalt des Mittelmeerraums und Nordafrikas sowie des klimatisch verwandten Südens des Schwarzen Kontinents. Mittelpunkt der zweiten Gartenanlage ist ein Tropengewässer, umgeben von Gummibäumen und dichtem Buschwerk. Spazierwege führen von der Lagune hinauf zur 30 Meter hohen Aussichtsterrasse, wo ein Wasserfall über die Felswand donnert. Der Blick auf den Urwald soll an den Amazonas erinnern. Auch wer den südlichen Äquator nie überquerte, kommt im "Eden Project" auf seine Kosten.

    Wie viel CO2 speichert der Wald?

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 16.09.2001
    Weil Pflanzen CO2 aufnehmen wurde auf der Weltklimakonferenz in Bonn bestimmt, dass Wald zu den so genannten CO2-Senken gerechnet werden darf. In der Schweiz wurde durch die Forschungsanstalt WSL (Wald, Schnee und Landschaft) in Birmensdorf in den vergangenen Jahren ein Experiment durchgeführt, das untersuchte, wie groß das tatsächliche Potenzial der Schweizer Wälder für Kohlenstoffspeicherung ist. Die Ergebnisse dieses einzigartigen, mehrjährigen Experiment dämpfen die Hoffnung, dass der Wald einen wesentlichen Beitrag zur Senkung des Treibhausgases leisten kann. CO2 ist eines der wichtigsten Treibhausgase, und seine Konzentration in der Luft steigt durch die Verbrennen von Kohle, Öl, Erdgas und vieler chemischer Verbindungen weiter an. Pflanzen gelten als mögliches Mittel zur Reduzierung seiner Konzentration. Die Forschungsanstalt konnte dieses nicht bestätigen.
    In dem Projekt untersuchten Forscher den Einfluss einer verdoppelten CO2-Konzentration in der Luft - wie sie für die nahe Zukunft vorausgesagt wird, auf das Wachstum von Buchen und Fichten. Zehn Jahre hat das Experiment inklusive Vorbereitungen gedauert. Jetzt verglichen die Forscher unter anderem die Stärke des Wachstums der Bäume. Je nach Bodenbeschaffenheit, Nährstoffangebot und Kombination der Arten hat die Erhöhung des CO2-Gehalts diametral unterschiedliche Folgen. Besonders die Buchen reagierten je nach Umgebungsbedingungen sehr unterschiedlich auf das CO2. Das CO2 kann also nicht generell als "Dünger" für den Wald angesehen werden. Man schlussfolgert nun, dass der erhöhte CO2-Gehalt die Beschaffenheit des Holzes und die Kombination der Pflanzen- und Tierarten grundlegend verändern.
    Mit einem Nachfolgeprojekt in Hofstetten im Kanton Solothurn geht man einen Schritt weiter und versorgt einen ausgewachsenen, natürlichen Wald mit mehr CO2. Mit Hilfe eines normalen Baukranes, der mitten im Wald steht und mit einer Personentransport-Gondel versehenen wurde, wurden rund zehn Kilometer Plastikschläuche verlegt Diese sind mit Mikroperforationen versehen und dienen als Zuleitungen für das CO2. Das Experiment zeigt in ersten Ergebnissen, dass unter erhöhtem CO2 die Bäume weniger Wasser brauchen und so mehr Wasser im Boden gespeichert ist. Bei extremen Niederschlägen fließt das Wasser früher und in größeren Mengen oberflächlich ab. Durch die Ergebnisse des Birmensdorfer Experimentes und auch durch erste Erkenntnisse aus Hofstetten wird klar, dass der Wald langfristig nicht als Fläche, die Kohlenstoff bindet, wirkt.

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    Das Birmensdorfer Experiment ist ausführlich beschrieben im Buch "Wald und CO2, Ergebnisse eines ökologischen Modellversuches", erschienen im Paul Haupt Verlag, Bern, 2001.

    Für ein langes Leben

    28.08.2001 Ich bin leidenschaftlicher Teetrinker. Schwarzer Tee muss stark und aromatisch, für mich nicht aromatisiert, sein. Manch Einer sagt ich trinke Teesud. Nun machte mich eine Meldung aufmerksam; Der regelmäßige Konsum von schwarzem Tee schützt vor Herzanfällen. Nach Auswertung der Ess- und Trinkgewohnheiten von 806 älteren Männern (im Durchschnitt 71 Jahre) über zehn Jahre in den Niederlanden kam man zu diesem Schluss. Man geht davon aus, dass Katechine, ein wesentlicher Bestandteil von schwarzem Tee, das Risiko reduzieren, an einer Herzkrankheit zu sterben. Das Risiko war bei den Teetrinkern im Untersuchungszeitraum nur halb so hoch.

    Marienkäfer

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 22.08.2001
    In jedem Sommer werden Schädlinge im Garten zur Plage. Jeder Hobbygärtner kann ein Lied davon singen. Blatt- und Schildläuse, gefräßigen Minierfliegen und andere Tierchen fühlen sich im Garten heimisch und vernichten ganze Zierpflanzen oder große Ernteerwartungen.
    Um dieses Problem zu lösen, setzen fünf Grazer Bauern seit sieben Jahren auf Nützlinge wie Marienkäfer oder Schlupfwespen. Diese ernähren sich von den unerwünschten Gästen und schützen damit die Pflanzen und die Ernte; ohne chemische Keule. Eine Maßnahme, die auch von Hobbygärtnern ergriffen werden kann.
    Der Aufwand ist natürlich erheblich größer. Der Vorteil durch die Nützlinge ist allerdings unumstritten. Paprika, Tomaten, Gurken und viele andere Gemüsepflanzen gedeihen mit ihrer Hilfe prächtig. Gallmücken- und Florfliegenlarven, Raubmilben, Schlupfwespen oder Marienkäfer ziehen gegen Blattlaus und Co im wahrsten Sinne des Wortes zu Felde.
    Der Einsatz beginnt schon im Frühjahr. Um etwa gegen die Blattläuse beim Paprika gerüstet zu sein, setzen die Bauern Getreidebüschel zwischen ihre Paprikakulturen. Darauf wächst die Getreideblattlaus, die dem Paprika nichts abgewinnen kann, die allerdings als Nahrung für Nützlinge wie Gallmücken herhalten muss. Zudem werden Marienkäfer angelockt. Wenn nun die Blattläuse über den Paprika herfallen, steht die Abwehrinsekten schon bereit.

    Genetisch veränderte Pflanzen breiten sich aus

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 22.08.2001
    Gentechnisch verändertes Saatgut ist nicht nur auf ausgewiesene Felder beschränkt, sondern breitet sich in Frankreich und den USA unkontrolliert aus. Es wurde auf Feldern in hohen Anteilen nachgewiesen, auf denen überhaupt keine genetisch veränderten Pflanzen angebaut wurden. Die französische Lebensmittelaufsicht hat eine bisher nicht erklärbare Ausbreitung genetisch veränderten Saatguts festgestellt. Durch Tests wurde belegt, dass die gentechnisch veränderten Pflanzen sich ausbreiten, obwohl die Anbauflächen 1999 begrenzt wurden. Die Saatgutproben stammten nicht von den 34 Hektar genehmigten Anbauflächen, die es in Frankreich für Gen-Mais gibt.
    Auch in den USA gibt es eine Gen-Mais-Panne. StarLink-Mais ist auf verschiedenen Feldern nachgewiesen worden, auf denen das niemand erwartet hätte. In vielen Fällen ist das Auftauchen nicht erklärbar. Das genetisch veränderte Maissorte StarLink enthält das Protein Cry9C, das im Verdacht steht, bei Menschen Allergien hervorzurufen.
    Ich glaube keiner der verantwortlichen Wissenschaftler hat ernsthaft geglaubt, dass gentechnisch veränderte Pflanzen vollständig kontrolliert werden können. Das Problem für den Verbraucher: In ein paar Jahren werden auf diese Weise in jedem Gemüse Spuren von gentechnisch veränderten Pflanzen enthalten sein.
    Ein weiteres Problem ist die Genauigkeit, in der die Wissenschaft arbeiten kann. In gentechnisch veränderten Sojapflanzen der US-Firma Monsanto haben belgische Forscher mehr und andere Genabschnitte gefunden als bislang bekannt war. Damit könnte die in Europa geltende Zulassung für diese Pflanzen möglicherweise zu Unrecht bestehen. Hinweise auf möglichen Auswirkungen auf Mensch, Tier oder die Umwelt gibt es aber nicht. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts in Berlin sind die gefundenen Abschnitte ungefährlich.
    Die von Monsanto zusätzlich eingeführte Erbanlage macht "Roundup Ready"-Soja weitgehend unempfindlich gegen ein Pflanzenschutzmittel, während unerwünschte Pflanzen ohne dieses Gen eingehen. Nach Auskunft von RKI-Gentechnik-Fachleuten besteht kein Grund zur Besorgnis. Das "Grundmuster" dieser Sorte ist seit Jahren bekannt und seit 1996 zugelassen. Die nun gefundene Variante ist nicht neu und nach Übereinstimmung deutscher, belgischer und englischer Fachleute ungefährlich. Sie unterscheide sich nur von der schon bekannten Form, weil heute die Untersuchungsmethoden noch genauer sind.

    Waldsterben

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 22.08.2001
    Die Meinungen über das Waldsterben gehen auseinander. Seit den achtziger Jahren wurde viel unternommen. Den Wald gibt es immer noch, aber er stirbt weiter, nur viel langsamer und komplizierter als gedacht. Gut belaubte alte Eichen oder Buchen sind in den Wäldern selten geworden. Viele Waldböden sind bereits tiefgreifend verändert und können ihre Rolle in einem funktionierenden Waldökosystem nur noch eingeschränkt wahrnehmen. Die Bäume wachsen in deutschen Wäldern schneller als früher, angetrieben durch die unnatürlich hohe Stickstoffversorgung. Dieser Nährstoff ist in der Natur so wenig verfügbar, dass er in den Pflanzen rasches Wachstum verursacht. Gleichzeitig mangelt es aber an Magnesium, Kalium und Kalzium. Weil im verarmten Unterboden nichts mehr zu holen ist, suchen sich die Bäume ihre Nährstoffe direkt in der Humusauflage. Der Wald wächst also zunehmend auf seiner eigenen Streu, ähnlich wie der tropische Regenwald. Weil bei uns aber viel weniger Regen fällt, der zudem noch ungleichmäßig übers Jahr verteilt ist, geraten Bäume mit flachem Wurzelsystem immer wieder in Trockenstress, woraufhin sie ältere Nadeln abwerfen und Teile der Krone absterben. Obwohl Wasserversorgung, Ernährung und Verankerung nicht mehr gesichert sind, halten viele Bäume noch lange durch und sehen gesünder aus als sie sind. Einen Artikel über die verschiedenen Wurzelarten von Bäumen findest Du hier:

    Die Folgen der Klimaveränderung

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 22.08.2001
    Durch die globale Klimaerwärmung brüteten die Meisen in diesem Jahr zu früh. Dies stellten die Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst auf der Zugspitze mit. Die Vögel richten sich nach einem Wärmespeicher im Gehirn, der nun früher "gefüllt" ist, was den Beginn der Nachzucht verfrüht. Probleme gibt es mit der Versorgung der Küken mit Eiweißfutter, denn zu diesem frühen Termin gibt es noch keine Spannerraupen. Man rechnet damit, dass bis zu 80 Prozent der ersten Meisenpopulation verhungert ist.
    Durch eine, für uns minimale, Temperaturveränderung geriet das biologische Gleichgewicht ins wanken. Die Nützlinge, Meise, haben weniger Nachwuchs, was zum verstärktem Auftreten der Schädlinge, Raupen, führt.
    Dies ist nur ein Glied in einer Kette von Ereignissen. Eine weitere Beobachtung ergab, dass Blumenkohl und einige Salatarten durch die gestiegenen Frühlingstemperaturen teilweise keine Frucht mehr entwickelten. Bei den Gemüsearten rechnet man mit einer schnellen Anpassung.

    Gefahr aus der Pfanne?

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 22.08.2001
    Der Kunststoff Polytetrafluorethylen, besser bekannt unter dem Handelsnamen Teflon, ist äußerst beständig gegen Hitze und aggressive Substanzen. Verwendung findet er vor allem bei der Beschichtung von Pfannen, aber auch in Öfen oder Motoren. Jetzt sind Bedenken aufgetaucht, Teflon könne sich bei längerer Einwirkung von Hitze sowie bei der Verbrennung in umwelt- und gesundheitsgefährdende Stoffe zersetzen. Wie ein Team um den kanadischen Forscher Scott Mabury berichtet, geht die Gefahr vor allem von der beim Abbau freiwerdenden Trifluoressigsäure (TFA) aus. Die gut wasserlösliche Substanz wirkt in konzentrierter Form stark ätzend auf Haut, Schleimhäute und Atemwege. Stark verdünnt gilt die Chemikalie für Menschen jedoch als unschädlich. Auf Pflanzen könnte sie giftig wirken.
    Seit einiger Zeit werden nun zunehmende Konzentrationen der sehr umweltbeständigen Substanz in fließenden Gewässern und im Regenwasser beobachtet. Bisher war die Quelle unklar, nunmehr könnten mit Teflon und verwandten Kunststoffen die Verursacher gefunden sein. Die Langzeitfolgen für die Umwelt sind allerdings noch unklar.

    Künstliche Antibiotika

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 22.08.2001
    Forscher sind ständig auf der Suche nach neuen Antibiotika, weil immer mehr Resistenzen bei Bakterien beobachtet werden. Besonders gefürchtet sind multiresistente Bakterien, die mit den herkömmlichen Antibiotika nicht mehr zu behandeln sind. Wie amerikanische Wissenschaftler jetzt berichten, traten kürzlich bei einem Patienten erstmals Resistenzen gegen das neue Antibiotikum Linezolid auf. Dieses Mittel wurde erst im vergangenen Jahr in den USA als Waffe gegen multiresistente Bakterienstämme zugelassen.
    Nun haben US-Forscher künstliche Antibiotika entwickelt, die resistenten Krankheitserregern zu Leibe rücken können. Ein Team vom kalifornischen Scripps Forschungsinstitut hat dazu kleine Eiweißmoleküle hergestellt, die so genannten Peptide. Diese ringförmigen Moleküle lagern sich in den Zellwänden von Bakterien zu einer Röhre zusammen. Die Zellwände werden durchlöchert, die Bakterien sterben ab.
    Das Vorbild für die Entwicklung lieferten Pflanzen und Tiere, die antibakterielle Peptide zur Selbstverteidigung bilden. Frühere Versuche, diese Peptide als Medikament nutzbar zu machen, scheiterten jedoch an den Eigenschaften der Moleküle: Sie waren so groß, dass sie nur langsam durchs Gewebe zum Entzündungsherd wandern konnten. Nur sind die künstlichen Peptide kleiner und gelangen deshalb schneller zum Entzündungsort.
    In ersten Versuchen an Mäusen wirkten die Peptide auch gegen einen antibiotikaresistenten Stamm einer Bakterienart. Im Tierversuch wirkten die künstlichen Peptide auch, wenn sie nicht direkt in den Infektionsherd gespritzt wurden. Ob sich die Ringmoleküle erfolgreich beim Menschen einsetzen lassen, haben die Forscher noch nicht getestet.
    Man hofft nun, dass die Arbeit die Grundlage für die Entwicklung maßgeschneiderter Designer-Antibiotika schafft. Indem man die Kombination der Aminosäuren verändert, könnte man die synthetischen Peptide auf die verschiedensten Bakterien abrichten, so die Wissenschaftler. Überdies sollte es den Erregern schwer fallen, sich gegen solche Attacken zu wehren, da sie dafür den Aufbau ihrer Zellwand grundlegend verändern müssten.

    Kraftfutter aus dem Wasser

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 22.08.2001
    Wir kennen alle die unappetitliche Pampe, die uns am Meer oder am See den Badespass vermiest, Algen. Laboranalysen zeigten, dass in den unscheinbaren Pflanzen große Mengen an hochwertigen Eiweißen, essentiellen Fettsäuren, Mineralstoffen und Spurenelementen stecken. In Ozeanen und Seen gibt es mehrere zehntausend Arten von Algen. In Asien werden Algen seit Jahrtausenden als Zauberkraut hoch geschätzt.
    Algen-Fertigprodukte sind allerdings nicht billig: 750 Gramm Algennudeln kosten 25 Mark und stehen damit in keinem Verhältnis zu den Herstellungskosten. Jeden Tag sollte man das Power-Food aber ohnehin nicht zu sich nehmen, weil Algen neben Schadstoffen auch große Mengen an Jod speichern, die bei Schilddrüsenstörungen gefährlich werden können.
    In verschiedenen deutschen Städten laufen jetzt Versuche, Algen in großindustriellem Maßstab zu züchten. So wächst die Biomasse in einem lichtdurchfluteten Röhrensystem in Sachsen-Anhalt. Forscher vom Fraunhofer Institut wollen mit einer eigenen Firma Algen in der Umwelttechnik zur Abwasserreinigung einsetzen. Auch als Tierfutter für Fische, Kühe oder Hühner kann die eiweißreiche Pflanze eingesetzt werden.

    Stechmücken

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 22.08.2001
    Bei der Schnakenbekämpfung sind auch private Grundstücksnutzer gefordert. Denn die Brutstätten der Insekten befinden sich meist in unmittelbarer Nähe von Wohnungen, zum Beispiel in Regenfässern, Gullys oder Sickergruben. Die Mücken benötigen zur Ablage ihrer Eier stehendes Wasser, wobei sie bei der Auswahl ihres Brutplatzes nicht wählerisch sind. Schon Vogeltränken oder eine Autofahrspur sind für die Eiablage geeignet.
    Um nicht zum Schnakenzüchter im heimischen Garten zu werden, sollte man überprüfen, wo sich auf dem Gelände Wasser ansammelt und länger als zehn Tage stehen bleibt. Plastikgefäße, Planen oder Autoreifen sollten entfernt und Regentonnen abgedeckt werden, damit die Stechmückenweibchen ihre Eigelege nicht auf die Wasseroberfläche legen können. Regenfässer und andere Wasserbehälter sollten mindestens alle zehn Tage restlos geleert werden. Ein altes Hausmittel ist, einen Tropfen Speiseöl in die Regentonne geben. Das Öl verteilt sich über die ganze Oberfläche und verhindert den Larven das Luftholen.
    Gartenteiche können mit Fischen besetzt werden, die die Mückenbrut vertilgen. Nach und nach werden die Teiche zudem von den natürlichen Fressfeinden der Stechmückenlarven besiedelt. Sie sind daher üblicherweise keine Massenbrutstätten der Hausschnaken. Neuangelegte Gartenteiche sollten allerdings regelmäßig auf Larvenbesatz überprüft werden. Stechmückenlarven sehen wie winzige Würmer im Wasser aus.

    Dachpflanzen-Kläranlage

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 22.08.2001
    Das John-Deere-Werk in Mannheim arbeitet seit dem Frühjahr mit der weltweiten Neuheit einer Dachpflanzen-Kläranlage zur Reinigung industrieller Abwässer. Erstmals nehmen damit nicht nur Kommunen, sondern auch die Industrie eine Pflanzenkläranlage in Betrieb. Einmalig an dem Projekt ist überdies, dass die Pflanzen nicht in Erde oder Kies stehen. Sie können ihre Wurzeln, gebettet auf einer Bodenschicht aus Blähton-Granulat im Wasser nach allen Seiten ausstrecken. Durch die riesige Oberfläche des wasserspeichernden Granulats bilden die Pflanzen mehr Wurzeln. Und mehr Wurzeloberfläche heißt mehr Leistung bei der Abwasserreinigung. Der 135 Quadratmeter großen Anlage auf dem Dach gingen umfangreiche Versuche voraus. Die guten Erfahrungen der Modellversuche übertrugen sich auch auf die große Anlage, die im März 2001, auf Bürocontainern installiert, ihren Betrieb aufnahm. So konnten zum Beispiel die stark alkalischen ätzenden Abwässer mit einem pH-Wert von 9,5 von den Pflanzen und ihren Mikroorganismen (Pilze, Algen, Flechten) in den Neutralitätsbereich von 6,6 (was auch unser herkömmliches Trinkwasser aufweist) abgesenkt werden. Gegenüber der bisherigen Abwasseranlage mit ihren chemischen und technischen Reinigungsstufen bewegt sich die Pflanzenklär-Anlage beim Abbau von Ölen und Fetten auf demselben Niveau. Beim Abbau von (Schwer-)Metallen schneidet sie generell sogar besser ab.
    Die Vorteile einer solchen Dachpflanzenkläranlage sind geringes Auflagengewicht (und somit auch für ältere Dächer geeignet), Einsparungen bei Strom und Chemikalien durch Wegfall der herkömmlichen Kläranlage, weniger Kosten für Ab- und Regenwasser (ein Großteil verdunstet über die Pflanzen, das restliche Wasser soll im Kreislauf wieder eingesetzt werden), Dachschutz durch gleichmäßige Temperierung und Kühlung der darunter liegenden Räume - und eben Abwasser- und Luftreinigung (Entstaubung). Weitere positive Aspekte sind verminderte feuerwehr- und sicherungstechnische Maßnahmen. Der einzige Nachteil solcher Anlagen sei, dass die Pflanzen eine gewisse Eingewöhnungszeit brauchen. Der Grad der Verdünnungsreihe vom belasteten Abwasser zum unbelasteten Wasser für den Einsatz in der Pflanzenklär-Anlage konnte dabei im Laufe der Zeit kontinuierlich vom Verhältnis 1 zu 10 auf 1 zu 2,5 gesenkt werden. Der ideale Zustand wäre 1 zu 1. Mit der Zeit wird dies, sowie der Einsatz der Kläranlage im Winter möglich werden.
    Über 97 Prozent der Abwässer im Mannheimer Werk sollen sich laut der Studie bei einer Kostenersparnis von rund 80 Prozent auf diese Weise reinigen lassen.

    Literatur: Wissing/Hofmann: Wasserreinigung mit Pflanzen. Ulmer-Verlag, Neuauflage August 2003, EUR 34,90.

    Grüne Dächer

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 13.08.2001
    Gründächer schützen im Sommer vor Hitze und im Winter vor Kälte. Dabei muss aber das Erdschicht des Dachs ausreichend dick sein und die richtigen Pflanzen darauf wachsen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Team vom Forschungslabor für Experimentelles Bauen (FEB) an der Universität Gesamthochschule Kassel. Empfehlenswert ist demnach ein Magersubstrat von 14 bis 16 Zentimeter Dicke auf dem Dach sowie ein dichter Bewuchs durch Wildgräser wie Rot- und Schafschwingel und Wiesenrispe. Für die Dachränder empfehlen sich Thymian-Sorten.
    Für die Dauer von sechs Monaten wurde ein Gründach mit 15 Zentimeter Leichtsubstrat und einem dichten extensiven Bewuchs durch spezielle Wildgräser näher untersucht. An einem heißen Oktobertag zeigte das Thermometer über dem Gras des Daches 30 Grad im Schatten an. Unter dem Gras maßen die Forscher nur 23 Grad und direkt über der Dachhaut lediglich 17,5 Grad. Nachts war die niedrigste Lufttemperatur sieben Grad, die tiefste Temperatur über der Dachhaut dagegen nur 15 Grad. An einem kalten Wintertag betrug die Lufttemperatur nachts minus 14 Grad, die Temperatur der Dachhaut dagegen nur null Grad.
    Der Wärmeverlust durch den Baukörper betrug dank des Grasdaches nur drei Fünftel des üblichen Wertes. 40 Prozent des sogenannten Transmissionswärmeverlusts durch Wände und Baukonstruktion ließ sich einsparen. Da Heizungsanlagen auf minus 15 bis minus 20 Grad ausgelegt sein müssen, im Dachbereich aber minimal null Grad auftreten, wären billigere und kleinere Heizungsanlagen, als vorgeschrieben, bereits ausreichend. Zusätzlich spare der Hauseigentümer durch die Dämmwirkung des Gründachs Energiekosten. Bei einem Gründach mit dem üblichen Aufbau von nur acht bis zwölf Zentimeter Substrat und weniger dichter Vegetation aus Wildkräutern, Wildgräsern und Sedum sei die Energieeinsparung wesentlich geringer.

    Pilze helfen den Pflanzen

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 13.08.2001
    Es ist bekannt, dass zum Beispiel Orchideen, aber auch viele Gartenpflanzen eine Lebensgemeinschaft im Wurzelbereich mit Pilzen bilden. Diese Wechselbeziehung kann sich der Gartenfreund zu Nutze machen. Die Lebensgemeinschaft zwischen den Wurzeln und Pilzen wird als Mykorrhiza bezeichnet (griech. "mykes'' = Pilz, "rhiza'' = Wurzel). Eine Störung dieser Gemeinschaft führt zu Wachstumsstockungen, ja sogar zum Absterben der Pflanzen. Nun haben sich seit einiger Zeit Forscher verstärkt mit diesen Pilzen befasst und interessante Ergebnisse erzielt. Unzählige Pilze durchziehen mit ihren Hyphen oder Pilzfäden den ganzen Boden und bilden ein verzweigtes Myzel, das in einem Gramm Boden 100 Meter Länge erreichen kann. Die Zahl der Pilzkeime in der gleichen Bodenmenge schwankt zwischen 20000 und einer Million. Interessant für das Wachstum höherer Pflanzen sind also solche Pilze, die eine positive Lebensgemeinschaft mit den Wurzeln höherer Pflanzen eingehen. Mehr als 90 Prozent aller höheren Pflanzen gehen solche Symbiosen ein.
    Diese Mykorrhiza-Pilze verbinden sich mit den Feinwurzeln höherer Pflanzen und übernehmen sogar vielfach in einer späteren Phase der Wurzelentwicklung die Funktion der Feinwurzeln beziehungsweise deren Wurzelhaare. Dadurch entsteht eine gegenseitige Abhängigkeit von Pflanze und Pilz, denn die Pflanzen liefern den Pilzen die lebensnotwendigen Kohlenhydrate, vor allem Zucker und Wuchsstoffe zur Fruchtkörperbildung, die Pilze hingegen sichern der Pflanze die Wasserzufuhr und die Nährstoffversorgung. Auch stimulieren sie Stoffwechselvorgänge und fördern das Wachstum der Pflanzen. Außerdem können sie die Anfälligkeit der Pflanzen gegenüber krankheitserregenden Wurzelpilzen stark reduzieren.
    Es wurden wurzel- und pflanzenfördernde Mykorrhiza-Pilze gezüchtet, die in verschiedenen Bereichen des Gartenbaus eingesetzt werden. Erfolge wurden bei Bäumen und Sträuchern, Rasenflächen, aber auch bei vielen Zierpflanzen erreicht. So hat man im Institut für Pflanzenkrankheiten und Pflanzenschutz der Uni Hannover festgestellt, dass sich mykorrhizierte Pflanzen bei Trockenstress durch eine effektivere Ausnutzung des Bodenwassers auszeichnen. Dadurch setzen Welkeerscheinungen deutlich später ein. Die Pflanzen können leichter Nährstoffe wie Phosphorsäure aufnehmen und dadurch ihre eigene Nährstoffversorgung verbessern. Selbst die Blütenbildung wird gefördert, da diese Pilze einen positiven Einfluss auf die Entwicklung ausüben.
    Solche Mykorrhiza-Pilze gibt es in Kleinpackungen für den Gartenbesitzer und Blumenfreund. Beim Pflanzen von Gehölzen im Garten findet "Vitalin-Anwuchsstimulanz" Verwendung. Es wird einfach an die Wurzeln gestreut und sorgt für einen sicheren und schnellen Anwuchs der Sträucher und Bäume. Diese Gehölze sind gegen Krankheiten im Wurzelbereich widerstandsfähiger. Gerade bei schlechten Böden mit niedrigem Humusgehalt soll dieses Präparat eine echte Starthilfe sein.
    Für Gemüse, aber auch Obstgehölze und Beerensträucher ist das Präparat "Vitalin-Ertragsstimulanz" gedacht. Dieses Mittel enthält Hochleistungsstämme von Mykorrhizen, die ebenfalls für eine bessere Bewurzelung sowie verbesserte Wasser- und Nährstoffaufnahme sorgen. Auch in diesem Bereich werden die Pflanzen widerstandsfähig gegen Hitze, Frost und Trockenheit und liefern insgesamt einen besseren und höheren Ertrag.
    Für alle Zierpflanzen gibt es die "Vitalin-Blütenstimulanz". Diese Präparat fördert die Knospenbildung der Pflanzen und die Intensität und Dauer der Blüten. Die Anwendung dieser Präparate soll am besten so früh wie möglich einsetzen.
    Um auch strapazierte Rasenflächen neu zu beleben und die Wurzelaktivität anzuregen, wurde das Präparat "Vitalin-Rasenstimulanz" in den Handel gebracht. Dieses neue Mittel enthält Mikroorganismen, welche die Gräserbewurzelung fördern und den Rasen gesünder und widerstandsfähiger machen sollen.
    Nicht nur mit diesen Mykorrhiza-Pilzen wurden in den letzten Jahren positive Ergebnisse erzielt. So wurden auch Bakterienstämme entwickelt, die sich auf das Wurzelwachstum im Boden positiv auswirken. Der "Pikalin Pflanzen-Aktivator" soll für alle Zierpflanzen sowie für den Kleingartenbereich sein. Dieses Präparat enthält leistungsfähige Mikroorganismen für den Wurzelbereich und kann mit den Mykorrhiza-Produkten kombiniert werden. Dadurch werden vor allen Dingen empfindliche Pflanzen im Zimmer oder im Balkonkasten positiv stimuliert und zu einem optimalen Wachstum und zu üppiger Blüte angeregt. Dieses Präparat wird bei Bedarf in Wasser aufgelöst und mit der Gießkanne ausgebracht. Ich glaube einen Versuch mit dem einen oder anderen dieser Präparate werde ich auf jeden Fall starten. Kleinpackungen sind im Fachhandel erhältlich. Liefernachweis: Vitalin-Pflanzengesundheit, Pragelatostraße 113, 64372 Ober-Ramstadt, Telefon (06154) 6254-0, Fax 6254-30.

    Königin der Nacht

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 13.08.2001
    Diese faszinierende Kakteensorte, die nur für ganz kurze Zeit ihre prachtvollen Blüten zeigt, ist bescheiden. Regelmäßige Pflege und Wasser sind wichtig. Jeden zweiten Tag gießen und einen speziellen Kakteen-Flüssigdünger hinzugeben. Die 30 Zentimeter große, leuchtend weiße bis zartrosa Blüten öffnen sich nur für eine Nacht, verbreitet einen süßlichen Duft, bevor sie verwelken.
    Die Blüte fällt in die Zeit von Juli bis zum Herbst. Natürlich wachsen die Pflanzen bei warmem Sommerwetter am schnellsten im Freien. Vor dem ersten Frost müssen die aus Mexiko und Westindien stammenden Kakteen hereingeholt werden, sonst gehen sie ein.

    Biologisches Gleichgewicht kontra chemische Keule

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 13.08.2001
    In einer gar nicht oder nur wenig gestörten vielgliedrigen Lebensgemeinschaft von zahllosen Tieren und Pflanzen herrscht ein stabiles Gleichgewicht. Jedes steht im Dienste des Ganzen, indem es dem anderen dient und wiederum abhängig ist. In einem solchen fein aufeinander abgestimmten Ganzen gibt es von keinem ein Zuviel oder Zuwenig. Schädlingskatastrophen sind daher in diesen Lebensräumen nicht bekannt, denn sobald sich z. B. eine Insektenart zu stark vermehrt, beginnen bald darauf ihre natürlichen Feinde mit einer Massenentwicklung und deren Massenvernichtung. In kurzer Zeit ist das biologische Gleichgewicht wieder hergestellt.
    Durch die vom Menschen künstlich geschaffenen Monokulturen im Feldbau, Forst und Weinbau werden durch den planmäßigen Anbau bestimmter Pflanzen nicht nur eine Verarmung der Pflanzenarten, sondern auch der Tierarten geschaffen. Nur verhältnismäßig wenige Tierformen siedeln in diesen "Kulturraum" und finden hier günstige Ernährungs- und Lebensbedingungen. Zahlreiche natürliche Feinde siedeln nicht mit in den neuen Lebensraum, weil die Lebensgrundlagen nicht mehr gegeben sind. So ist es zu erklären, dass auf unseren Getreide-, Gemüse- und Kartoffelfeldern, in den Weinbergen oder Obstanlagen, in ausschließlichen Kiefern- und Fichtenwäldern vor allem Insekten sich fast ungehindert massenweise vermehren und schwerste Schäden verursachen. Die Forstwirtschaft hat aus den bitteren Erfahrungen mit Kiefernspanner, Forleule, Nonne usw. die Lehre gezogen und geht immer mehr dazu über, die Forste in Mischwaldkulturen umzustellen. Wiederholt hat man versucht, natürliche Feinde der zum Schädling gewordenen Tierarten in die bedrohten Gebiete zu verpflanzen, aber leider blieb der Erfolg bis auf wenige Ausnahmen den Bemühungen versagt. Bevor sich der Nützling vermehren können, ist der wirtschaftliche Schaden bereits angerichtet. Die Massenentwicklung des Nützlings (z. B. Parasiten) hinkt also hinter der des Schädlings nach.
    Wollen wir mehr ernten, als das, was uns die Pflanzenfeinde übriglassen sind wir also gezwungen mit chemischen Bekämpfungsverfahren gegen die Schädlinge vorzugehen, ohne auf die Nützlinge verzichten zu wollen. Den Nutztieren sollen und müssen wir aber Schutz und Pflege angedeihen lassen. Die meisten der im Pflanzenschutz verwendeten Giftstoffe töten nicht ausschließlich Schädlinge. Vor allem bei unsachgemäßer Anwendung der Giftmittel werden zahlreiche nützliche Tiere mitvernichtet. Besonders die im Frühjahr und Sommer angewendeten Bekämpfungsmittel gefährden die für die Befruchtung unersetzbaren Bienen, die den Blattläusen nachstellenden Marienkäfer, Schwebefliegen, Schlupfwespen usw. Um die lästigen Stechmücken und gefährlichen Fiebermücken zu bekämpfen, wurden auf Gewässer DDT-haltige Präparate gestäubt oder gesprüht mit dem Erfolg, dass ein großes Fischsterben einsetzte. In mehreren Ländern wurde beobachtet, dass nach Verstäuben von DDT in Waldgebieten, das Kleintierleben einschließlich der Jungvögel ausgerottet wurde.
    Die biologischen Bekämpfung ist nicht ausreichend. Die Pflanzenschutzmaßnahmen mit chemischen Mitteln müssen aber vernünftig durchgeführt werden, damit eine weitere Verarmung unserer Tierwelt vermieden werden kann. Dazu sind gute biologische Kenntnisse, Gefühl der Naturverbundenheit und Verantwortungsbewusstsein gegenüber der schöpfungsreichen Natur unerlässlich. Vom Praktiker muss man verlangen, dass er bei seinen Bekämpfungsmaßnahmen die entsprechende Vorsicht walten lässt und die von den zuständigen Stellen gegebenen Vorschriften beachtet. Es sollte nicht mehr vorkommen, dass in offenen Blüten gestäubt oder gespritzt wird, dass Obstbäume, die auf einer von Weidetieren begangenen Wiese stehen, mit Arsenmitteln behandelt werden. Wir haben nur die eine Umwelt

    Souvenirs

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 13.08.2001
    Der internationale Handel mit gefährdeten Arten, die durch das Washingtoner Artenschutzabkommen geschützt werden, ist illegal. Dies gilt, auch wenn diese Tiere und Pflanzen oder Produkte als Urlaubssouvenirs über die Grenze gebracht werden.
    Als Urlauber macht man sich, auch wenn nicht vorsätzlich gehandelt wird, strafbar. Mitleidskäufe beim Straßenhändler helfen keinem bedrohten Tier. Im Gegenteil, es werden noch mehr wildlebender Tiere gefangen. Viele Urlauber erleben ihr "blaues Wunder" erst bei der Zollkontrolle. Taschen aus Krokodilleder, ausgestopfte Tiere, Korallenschmuck, medizinische Produkte, selbst Gehäuse seltener Meeresschnecken stammen häufig von akut bedrohten Arten, deren illegale Einfuhr verboten ist.
    Damit die sensible Natur an den exotischen Urlaubszielen nicht ihren Reiz verliert und nicht noch mehr Tiere und Pflanzen von der Bildfläche verschwinden, müssen alle Ferienreisende lebende Tiere und Pflanzen aus fremden Ländern oder Mitbringsel aus Tier- und Pflanzenprodukten am Urlaubsort lassen. Der internationale Handel mit gefährdeten Tieren und Pflanzen ist eine der Hauptursachen für den drastischen Rückgang vieler wildlebender Arten.
    Jedes Jahr werden durchschnittlich rund 40 000 Primaten, über 1 Million Orchideen, 4 Millionen Vögel, 10 Millionen Reptilienhäute, 15 Millionen Pelze kommerziell gehandelt. Gerade der illegale Artenhandel erzielt bei relativ niedrigem Risiko hohe Gewinne, der in seiner Höhe nur knapp durch den illegalen Drogenhandel übertroffen wird.
    Mehr als 40 000 Pflanzen- und 8 000 Tierarten werden vom WA/CITES geschützt. Mittlerweile sind der Konvention 152 Staaten beigetreten. Sie überwacht und beschränkt den internationalen Handel mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten und unterbindet ihn für vom Aussterben bedrohte Arten.

    Gentech-Pflanzen gegen Welthunger

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 13.08.2001
    Im "Bericht über die menschliche Entwicklung 2001" empfiehlt das Uno-Entwicklungsprogramm (UNDP), Informations- und Telekomtechnologien, aber erstmals auch Gentech-Pflanzen gegen Welthunger, Elend und Unterentwicklung. Die Techniken sollten für Ernährung und medizinische Versorgung "armer Menschen" genutzt werden und ihren Ländern "bahnbrechende Entwicklungschancen eröffnen". Dank Gentechnik ließen sich Nutzpflanzen an schlechte Böden anpassen, mit einer Widerstandsfähigkeit gegen Insekten versehen und eiweiß- sowie ertragreicher machen. Virus- und trockenheitsresistente sowie nährstoffreiche Kulturpflanzen könnten die Unterernährung bedeutend verringern, von der weltweit mehr als 800 Millionen Menschen betroffen sind. Außerdem könnte der Spritzmitteleinsatz reduziert werden. Der Bericht verlangt mehr internationale Unterstützung für Forschung und Entwicklung.
    Experten des Ökologie-Instituts in Freiburg sind dagegen skeptisch, da sich genmanipulierte Sorten bereits als zum Teil ertragsärmer erwiesen haben. Zudem habe sich etwa Gentech-Raps zu einem fast nicht ausrottbaren "Superunkraut" entwickelt.

    Tiefkühlgemüse aus der Mikrowelle ist am gesündesten

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 13.08.2001
    Eine Untersuchung von IGLO hat überraschenderweise ergeben, dass tiefgefrorenes Gemüse aus der Mikrowelle am gesündesten ist. Tiefkühl-Gemüse enthält mehr Vitamine als die Frischernte aus dem Garten. Bei einer Befragung antworteten 43 Prozent der Befragten, frisches Gemüse enthalte die meisten Vitamine. Auch gab die Mehrzahl der Befragten an, Gemüse entweder zu dünsten oder in der Pfanne zu garen. Auch hier ist es ein Irrglaube, dies sei die gesündeste Zubereitung. Nur vier Prozent waren der richtigen Meinung: Gemüse verliert die wenigsten Nährstoffe, wenn es in der Mikrowelle zubereitet wird.
    Ob das so stimmt? Die Studie stammt von IGLO. Auf jeden Fall hätte ich auch daneben gelegen. Frisch schmeckt es mir am besten!

    Spaß am Gartenzaun

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 03.08.2001
    Ein Gemüsehändler verkauft Apfelkernen. Sie sollen angeblich die Intelligenz fördern. Ein Kunde kauft sich 3 Kernen zu 5 Mark. Isst ein Kern. Erbost geht er zum Händler. "Für 5 Mark kaufe ich mir ja 10 Kilo Äpfel!", schreit der Kunde. Ruhig antwortet der Händler: "Siehste, es wirkt bereits."

    Die Beeren in Nachbars Garten

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 03.08.2001
    Man kennt das ja, die Beeren in Nachbars Garten schmecken immer besser. Das finden auch viele Vögel. Manch ein Gartenbesitzer schützt daher seine Sträucher und Bäume mit Kunststoffnetzen. In diesen Netzen verfangen sich oft Vögel und erleiden tödliche Verletzungen. Als Alternativen empfiehlt der BUND Vogelscheuchen und Windspiele aller Art, wie Flatterbänder, kleine Windmühlen und Mobiles.
    Auch gegen die Ameisen in unseren Obstbäumen hat der BUND einen Rat. Leimringe um den Baumstamm legen oder ein mit Schlemmkreide um den unteren Stamm gezogener breiter Strich hält die Ameisen vom pflegen und verbreiten der Blattlauskulturen fern.

    Das Fleißige Lieschen kennt jeder

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 03.08.2001
    Es gibt eine Pflanze, die von Juli bis in den Herbst blüht. Mit fünf blauen Blütenblättern und gelben Stabgefäßen in der Mitte gehört das Blaue Lieschen [Exacum affine] zu den Enziangewächsen. Es wird 20 - 30 cm hoch und genauso breit. Es ist zweijährig, wird aber meist nur einjährig gezogen. Viele neue Züchtungen haben das Farbspektrum erweitert. Lavendelblau blüht "Blue Midget", Reinweiß findet man die "White Midget". Beide Arten werden nur halb so hoch, wie die anderen. Es gibt aber auch rosafarbene und gefüllt Blühende. Zur Letzteren zählt "Rokoko". Wie das Fleißige Lieschen blühen alle Arten reich. Die Pflanze verträgt einen sonnigen Standort, benötigt aber feuchten Boden. Sie kann im Topf oder im Garten gehalten werden, ist aber nicht winterhart. Feine Nasen können einen leichten Duft nach Honig finden.

    Pflanzen bekämpfen Schädlinge selbst

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 03.08.2001
    Pflanzen wehren sich um große und kleine Feinde loszuwerden. Da Pflanzen nicht fliehen können, hat die Natur ihnen ausgeklügelte Abwehrmechanismen zur Verfügung gestellt. Um mit hungrigen Angreifern fertig zu werden produzieren einige Pflanzen Gift, das ihre Fressfeinde außer Gefecht setzt. Andere lassen Botenstoffe durch ihre Gefäße fließen, um Abwehrkräfte zu stimulieren. Wieder Andere geben Duftmoleküle ab, um damit rettende Raubinsekten anzulocken oder warnen sogar andere Pflanzen vor dem Feind.
    Um die Gefahr zu erkennen haben Pflanzen, in Ermangelung von Sinnesorganen andere Formen der Wahrnehmung entwickelt. So besitzen Pflanzen in ihren Membranen Resistenz-Proteine, die Stoffe aus dem Speichel von Raupen oder Oberflächenstrukturen von Viren und Bakterien exakt erkennen können. Diese Eiweiße lösen eine Kette von Reaktionen aus, die dann zur Zellwandverstärkung, zum Bau von giftigen Substanzen oder auch zum Absterben der befallenen Pflanzenteile führen.
    Für fast jeden Feind gibt es die richtige Waffe. Stacheln, Dornen, Brennhaare oder eine robuste Außenhaut sind vor allem gegen Säugetiere gerichtet. Eine Strategie gegen Viren und Bakterien und Pilze ist dagegen der programmierte Zelltod. Die Pflanze antwortet auf den Befall mit einem Absterben ihrer Zellen um die Infektionsstelle herum.
    Pflanzen haben kein Immunsystem, das Eindringlinge mit Antikörpern bekämpft. Sie gehen einen anderen Weg zur Bekämpfung von Viren. Pflanzen können Erbinformation des eingedrungenen Virus erkennen und abbauen. Das Virus kann sich nicht mehr vermehren.
    Der wichtigste Signalstoff fürs pflanzliche Abwehrsystem ist Jasmonsäure mit Ethylen und Salicylsäure. Die flüchtigen Verbindungen können andere Pflanzen warnen und deren Verteidigungsbereitschaft aktivieren. Eine Tabakpflanze etwa, die vom Tabakmosaikvirus befallen ist, stößt Methylsalicylat aus; in den nicht befallenen Nachbarpflanzen lassen sich kurz darauf Abwehr-Proteine nachweisen.
    Einige Pflanzen holen sich jedoch auch einfach tierische Hilfe. Wenn Kartoffelpflanzen von den Larven des Kartoffelkäfers attackiert werden, verströmen sie Duftstoffe, die Raubwanzen anlocken. Die eilen sofort herbei und bohren ihre Saugrüssel in die Larven. Tropische Pionierbäume der Gattung Macaranga leben gemeinsam mit wehrhaften Ameisen, die Pilze und nahe rückende Schlingpflanzen unter Kontrolle halten. Doch diese Sicherheit ist nicht umsonst: Der Baum bezahlt die Ameisen mit eiweiß- und fettreichen Fresskörperchen.
    Natürlich ist die Verteidigung für den Stoffwechsel der Pflanzen eine starke Belastung. Daher wird der Energieaufwand immer gegen den Nutzen abgewägt. Viele sekundären Inhaltsstoffe sind für den eigentlichen Stoffwechsel einer Pflanze nicht notwendig, kosten aber viel Energie. Sie werden daher oft nur dann produziert, wenn der Feind nahe ist, es sei denn, sie erfüllen neben der Abwehr noch eine andere Funktion, etwa als Schutz vor UV-Licht oder als Frostschutzmittel in der Pflanzenzelle.
    Der wilde Tabak Nicotiana attenuata bildet den Botenstoff Jasmonsäure nur dann, wenn er Signalstoffe aus dem Speichel kauernder Larven wahrnimmt. Der treibt dann innerhalb weniger Tage die Konzentration des Nervengifts Nikotin in den Blättern in die Höhe. Der Larve vom Tabakschwärmer Manduca sexta hingegen macht das Gift gar nichts aus. Die Tabakpflanze erkennt die Larvenart an ihren spezifischen Speichelstoffen und schaltet auf andere Verteidigungsarten um.
    Mittels Gentechnik wollen Pflanzenzüchter die Tricks in verschiedenen Kulturpflanzen zur Wirkung bringen. Allerdings steht ihnen dabei oft die Anpassungsfähigkeit der Schädlinge im Weg. Denn die finden häufig eine Möglichkeit, diese Abwehr zu umgehen.

    Gefiederte Nachbarn auf dem Balkon

    Aus dem ..::RASENLATSCHER::.. vom 03.08.2001
    Seit bei uns ein Vogelpaar nistet, ist unser Balkon so gut wie gesperrt. Eines Morgens entdeckte ich das Nest im Blumenkasten. Ich wollte gerade Pflanzen gießen. Natürlich nutze ich diese Gelegenheit, aus sicherer Entfernung, einige Fotos zu schießen. Da ich mir nicht im Klaren bin um welchen Vogel es sich handelt, könnte mir ja mal jemand helfen. Auf der Seite sind sehr viele Fotos, entsprechend lang wird auch die Ladezeit sein.
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